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Sonntagsfreude: 2017 in Bildern

Draußen weht Wind, zwischen dem Sonnenschein jagt er nicht nur die Wolken am Himmel entlang, sondern auch das, was vom alten Jahr noch in der Luft hängt, festhängt, belastet, davon. Zum Jahresende heißt es wieder einmal Loslassen, das fällt nicht immer und nicht jedem leicht … denn „Loslassen hat viel mit Vertrauen zu tun. Dagegen hat zu starkes Festhalten viel mit Angst zu tun.“ (Autor unbekannt)

Ich bin eben in Bildern durch mein Jahr gegangen, wie viele schöne Momente ich als Erinnerung mitnehmen darf, wundervoll. Ein paar davon sind in dieser Collage zusammengepackt.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Jahresrückblick 2017

Der 5. Jahresrückblick auf diesem Blog, an und für sich ein kleines oder eher großes Wunder. Wer hätte zu Beginn geglaubt, dass ich das mehr als ein paar Wochen am Stück hinbekomme. Ja, das muss auch mal festgehalten werden. Zum Glück liefern die Patenkinder und meine Mitmenschen immer wieder Themen, die festgehalten werden „müssen“.
Wie in den Vorjahren halte ich mich an ein paar Fragen als Gedankenstütze:

Was hat mich in diesem Jahr besonders berührt? Welches ungewöhnliche Kompliment habe ich erhalten
Als ich der besten Freundin von Nichte 2.0 berichtet habe und ihre Antwort war: „Wie schön, das bedeutet, dass der Blog weitergeht, du noch einen Grund mehr hast, zu schreiben.“ Das war ein wundervolles Kompliment, das ich mit offenem, übervollen Herzen angenommen habe.

Welchen Menschen habe ich kennengelernt, der mein Leben neu bereichert hat?
Das ist ohne Zweifel Nichte 2.0. wie froh ich bin, dass du gesund bist, oft fröhlich lachst, sooooooo neugierig, dein offener Blick, dein Interesse für deine Welt und die Umgebung machen unendlich Spaß und Freude. Und zum Glück ist das Fremdeln nur immer eine ganz kurze Phase, weil es zerreißt mir schon das Herz, wenn ich der Auslöser fürs erschreckte Weinen bin.

Was waren meine Themen 2017?
Familie und Freundschaft. Fotografie und „Fernweh“.

Was habe ich in diesem Jahr erreicht?
Auch wenn es beruflich kein leichtes Jahr war, die Arbeit war nicht Priorität. Nach dem großen Umbauprojekt habe ich gefühlt mehr Ich-Zeit gehabt. Das hat gut getan, wurde auch gebraucht. Anders als früher kann ich leichter nein sagen, auch zu mir selber.

Was waren meine Highlights?
Das werde ich hoffentlich Jahr für Jahr wiederholen: Immer wieder jeder einzelne Moment mit meinen liebsten Menschen. Meine Freundschaften und meine Familie lassen jeden Augenblick mit ihnen zu einem Highlight werden.

Wann habe ich mich so richtig lebendig gefühlt?
2017 war ein LaHo-Jahr, schon wenn ich in diesen Wochen auf Landshut zugefahren bin, hat mich die Begeisterung so was von lebendig werden lassen …

Tun mir die Menschen in meinem Leben gut?
… auch hier wiederhole ich mich: Die meisten, ja. Für diejenigen, die mir, zeitweise oder permanent nicht guttun, habe ich gut funktionierende Routinen entwickelt.

Wofür bin ich besonders dankbar?
Für die paar Menschen in meinem Leben, auf die ich mich verlassen kann, die mich nehmen, wie ich bin, helfen, wenn sie dürfen oder müssen, ohne Forderungen zu stellen. Die da sind, auch wenn sie nicht immer da sind.

Was kam im Jahr 2017 dazwischen?
Ein wirklich sehr unglücklicher Ausfall im Team: ein Kollege hat, nachdem ich ihn 6 Monate eingearbeitet habe, im September aufgegeben. Seine Beweggründe sind klar und nachvollziehbar, dennoch war es für mich sehr unerwartet – und mit viel Mehrarbeit verbunden.

Über was habe ich mich geärgert?
Über die andauernden Schmerzen in meinem Handgelenk seit meinem Sturz im Juni. Dummerweise nehme ich die wohl mit rüber ins neue Jahr …

Das Beste, was ich für jemand anders gemacht habe?
Mir Zeit genommen, um Menschen zu sehen, die mir am Herzen liegen.

Das Beste, was ich für mich selbst gemacht habe?
Nein gesagt und auch mal unangenehme Situationen aussitzen, statt direkt einzulenken.

Aus welchem Erlebnis des letzten Jahres kann ich am meisten lernen?
Ich habe meine Singblockade durchbrochen, das war sehr wichtig. Singen und Musik sind ein Teil von mir, das wusste ich, aber in den letzten Monaten habe ich es auch wieder gespürt.

Habe ich genug von dem gemacht, was mich wirklich glücklich macht?
Am meisten macht mich der Moment glücklich, das bewusste Sein – und ja, zu meinem großen Glück durfte ich das mehr als oft genug spüren.

Habe ich den Menschen, die mir wichtig sind, dies oft genug gezeigt?
Ich hoffe, das habe ich.

Welches Ereignis hat meinem Leben eine neue Richtung gegeben?
2017 sind zwei gleichaltrige Bloggerfreundinnen gestorben. Beide an Krebs. Ich bin leider etwas nachlässig mit den jährlichen Check-ups beim Arzt, habe aber für Ende 2017 alle Vorsorgeuntersuchungen erledigt. Und Punkt.

Wer oder was hat mich herzlich zum Lachen gebracht?
Ich darf zu meinem großen Glück oft und viel lachen, aber einen Abend im trauten Freundeskreis aus diesem Jahr in unserem kleinen kroatischen Italiener ohne Türschild werde ich schon allein deshalb nicht vergessen, weil keiner mehr weiß, warum wir sooo lachen mussten, trotzdem konnte keiner aufhören, es begann immer wieder von vorne, Bauchmuskelkater am nächsten Morgen inklusive …

Wann und wodurch habe ich mich besonders geliebt gefühlt?
Beim Kommentar meiner Mutter nach meinem Gesang bei der Hochzeit meines kleinen Bruders: „Beim ersten Stück hab ich befürchtet, du schaffst es nicht – aber beim zweiten hast du wunderbar gesungen …“

Was hat sich zum Positiven gewendet?
Kann nicht oft genug dankbar erwähnt werden: Trotz einer problematischen Schwangerschaft ist das jüngste Familienmitglied gesund und munter. Die große Schwester meiner Schwägerin hatte über Wochen ernsthafte gesundheitliche Probleme, zum Glück war sie kurz vor der Hochzeit wieder fit und wir alle haben ein sehr schönes Familienfest feiern können.

Was ist mir besonders wichtig geworden, das es vor einem Jahr noch nicht war?
Meine Wohnung in München war ein paar Jahre mehr oder weniger notwendiges Übel. Durch die Bauzeit war ich ausschließlich mit dem Elternhaus beschäftigt, bei mir herrschte oft Chaos, ich war aber viel zu müde. Oder hatte etwas Besseres vor, als aufzuräumen. 2017 genieße ich meine Wohnung wieder, es ist aufgeräumt, ich lade ein zu mir und fühle mich wieder bei mir daheim.

Wem ich schon lange Danke sagen wollte?
Auch im 5. Jahr möchte ich mich bei allen Mitlesern bedanken: den stillen ebenso wie den aktiven, den neuen wie den treuen, den virtuellen wie den bekannten. Ein herzliches Dankeschön aus ganzem Herzen fürs Mitlesen, für den Gedankenaustausch und für die vielen Impulse.

Euch allen wünsche ich einen friedvollen Abschluss fürs Jahr 2017 mit einer Silvesterfeier nach euren Wünschen, kommt gut und sicher in 2018 an 🍾🥂🎇🎆🌃🌌💫

Wenn ich mir was wünschen dürfte

Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wär der Wunsch nicht klein.
Ich wollt von allem nur das Beste, und das wär groß, wär frei, wär rein.

Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wär das Frieden für die Welt.
Ich wollt den für die Menschen alle, und das wär fair, wär wahr, wär einend.

Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wärs das Ende all der Kriege.
Ich wollt, dass Streit und Konflikte weichen – und das wär klärend, wär reinigend, wär gut.

Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wär die Umwelt fest im Blick.
Ich wollt mehr Bewusstsein für das, was nach uns kommt, und das wär sauber, wär plastikfrei, wär nachhaltig.

Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wärs das kleine große Glück.
Ich wollt Gesundheit und Zufriedenheit, und das wär wertvoll, wär bedeutend, wär im Augenblick.

Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wär das Leben immer intensiv.
Ich wollt den Jahren Wert verleihen, und das wär kraftvoll, wär bereichernd, wär lebenswert.

Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wär es, dass Bewusstsein für die Dinge nicht der Gleichgültigkeit weicht.
Ich wollt, dass Menschen achtsam bleiben oder werden, und das wär wichtig, wär nötig, wär so wünschenswert.

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Ein Beitrag zum #BKS11-Schreibprojekt.

Gestern Abend hatten sich 4 gute Freunde verabredet, die eine brachte Unklarheit im Privaten mit, der andere ein berufliches Problem, der dritte kam zu spät und ging zu früh. Für mich wars komisch und für den Fünften, der ungeplant dazu kam, nicht nett. Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wärs heut, dass das einmalig bleibt und wir es beim nächsten Mal wieder einfach fein haben miteinander …

Schreibzeit #6 – Bloggen im Alltag

Gerade in den letzten Wochen stell ich fest: mein Leben ist so dicht, so erlebnisreich, so unendlich intensiv, voll mit Emotionen, Erlebnissen, Eindrücken. Und trotzdem schaff ich es, viel davon festzuhalten. So ganz anders als meine unzähligen Versuche für eine aktive Tagebuchzeit: wie oft hab ich als Teenager begonnen, ein Buch zu befüllen, was mich gerade bewegt, was ich und die Menschen um mich herum erleben. Aber es ist mir nie gelungen, das mehr als ein paar Wochen durchzuziehen. Hier ist das anders – und mit etwas Nachdenken meine ich, den Grund zumindest erahnen zu können: viel von dem, was im Blog notiert wird, schreibe ich nicht für mich auf. Ich teile es, um es für drei noch kleine Menschen aufzubewahren. Bin ich mit den Patenkindern unterwegs ist mir wichtig, meine Perspektive des Erlebten festzuhalten. Für später. Aus meinem eigenen Leben und der Erinnerung an meine Kindheit merke ich: das wenige, was meine Eltern berichten, meine Onkel und Tanten ganz lebhaft vor Augen haben, ist mir komplett aus dem Gedächtnis entschwunden. Meine vereinzelten Erinnerungen aber, Sequenzen, an die ich oft ganz deutlich Bilder und Erlebnisse vor Augen habe, die damals Erwachsenen können sich daran nicht mehr erinnern …

In der Anfangszeit dieses Blogs habe ich den Eintrag als Ritual eingeführt, meinen Arbeitsalltag mit ein paar Minuten Schreibzeit beendet. Das ist mittlerweile anders. Meine Schreibzeiten sind ganz unterschiedlich, ich schreibe, wenn es für mich passt. Das bedeutet auch, dass ich nicht immer zum Schreiben komme. Obwohl: ein paar Minuten passen selbst an Stresstagen rein. Nur beim Antworten auf Kommentare, da lass ich mir Zeit. Und ich mach mir keinen Druck, sollte es mal wirklich nichts zu schreiben geben? Dann gibt es eben nichts zu schreiben. Ist bislang noch nicht vorgekommen, eher notier ich mir die ein oder andere Idee, für später mal …

Bines Thema für die aktuelle Schreibzeit: „Bloggen und Alltag – Wie machst du das alles? Wann bloggst du? Wie oft bloggst du? Stresst dich das Gefühl nicht genug zu bloggen oder keine Zeit zum Bloggen zu finden?  Wer mitmachen mag, Zeit und Muse hat, verlinkt euch unter Bine’s Beitrag.