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Macht’s Spaß?

Die letzten Tage geht es auf der Baustelle wieder richtig los, es waren große Aufgaben, viel Dreck. Nicht alles fühlt sich gut an. Wenn dann zwischendurch die bezaubernde Nichte vorbeischaut, dann hat sie für Arbeiten null Verständnis. Hält alles vom Spielen ab. War im letzten Sommer noch hin und wieder was dabei, für das man sie begeistern konnte, ist das ein Jahr später schlicht anders. Na gut, mit viel Glück machen wir in ein paar Monaten auch wieder ganz andere Sachen zusammen. Bis dahin bereitet ihr zumindest eins diebisches Vergnügen: sie läuft mit Oma, Opa oder Mama am Arbeitenden vorbei, bleibt kurz stehen, schaut skeptisch und fragt: „Macht’s Spaß?“ Und amüsiert sich königlich, wenn der Gefragte genervt die Augen verdreht …

Baustellen“zwischen“stand

Wenn man (leider immer noch krank) zu Hause abhängt hat man – also ich – auch mal Zeit, die Gedanken schweifen zu lassen. Und im Kopf alles zu überschlagen, was in den kommenden Wochen auf der Baustelle zu tun ist. Dafür wähle ich die Form der so beliebten To-Do-Liste:

  • Ausstieg für den Kaminkehrer (heute hoffentlich zur Zufriedenheit des Auftragsgebers erledigt)
  • Kleine Elektroanpassungen in der Küche (beauftragt)
  • Küche fertig aufbauen
  • Außenputz „entfernen“
  • Gerüstaufbau
  • Hauswände neu verputzen
  • Fensterläden „renovieren“ und neu streichen
  • Sichtbare Dachlatten einlassen und streichen
  • Tür zum Heizungsraum braucht noch Schließmechanismus und ein paar Kleinigkeiten müssen ausgebessert werden
  • Wohnzimmervorhänge und irgendwann sogar mal Bilder aufmachen
  • Büro final ausrichten und einräumen
  • Letzte große Räumaktion in der Garage
  • …?

Schaut gar nicht mal so viel aus, wenn man es so aufschreibt. Ob ich was vergessen habe? Und viel wichtiger: Ob dann alles fertig ist? Also ob dann das Projekt Renovieren auch wirklich durch ist? Ich glaubs erst, wenn’s so weit ist 😉

Nur die Tante

Wie wird man eigentlich zur Tante? Und was kommen da so an Aufgaben auf einen zu? In meinem Fall muss ich immer etwas grinsen, wenn mich jemand nach meinen Erfahrungen fragt. So nach dem Motto: du bist dir schon bewusst, welchen Einfluss du als – vor allem Patentante – hast? Die Verantwortung, die du trägst? Klar, aber ganz ehrlich: in dem Moment, wo ich mit meinen Patenkindern zusammen bin, widme ich mich ihnen. Statt mir über meine Rolle Gedanken zu machen. Ich glaube, dass das nicht immer erzieherisch wertvoll ist. Aber so ganz verkehrt auch nicht. Ja, manchmal etwas weniger streng, klar, aber dafür habe ich für manches auch gar kein Verständnis, was die Eltern ok finden. Wahrscheinlich bin ich oft einfach nur ein erwachsener Freund für die Kids. Mit allen Vor- und Nachteilen, die ein Großer in dieser Kinderwelt eben hat. Und wenn ich dem, was dazu im www geschrieben steht, Glauben schenke, dann kann man nicht viel mehr machen, als Liebe schenken, Geheimnisse bewahren, ein Freund und Wegbegleiter sein und im entsprechenden Moment auch mal ordentlich den Kopf waschen … Oder?

Ich bin übrigens ähnlich wie von dieser Journalistin beschrieben etwas unvorbereitet in meine Tanten-Situation reingestolpert – und wahrscheinlich ergeht es ihr genau wie mir: die Kinder, Nichten, Neffen, machen schon genau die Tanten aus uns, die sie gerne hätten? 😉