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Sehenswürdigkeiten twittern

Mittlerweile ist es ganz normal, dass Sehenswürdigkeiten im Social Media zu finden sind. Personalisiert. Da twittert beispielsweise die Freiheitsstatue oder Michelangelos David. Ich arbeite ja mittlerweile in einem sehr freizeitaffinen Umfeld. Bislang hat der Ammersee aber noch keine eigene Twitterpräsenz. Dabei gäbs so einiges mit Potential – mal überlegen:

„So viele Radfahrer, mein Gott, als ob das schöne Wetter und die Sonne wirklich alle aus dem Haus treiben würde …“(twittert eine verwunderte Möwe kopfschüttelnd und laut lärmend vom Steg, auf dem sie Tag und Nacht, bei gutem und schlechtem Wetter „abhängt“)

„Freier Blick auf die gesamte Alpenkette“ (posted ein Ammersee Schiff auf seinem Facebook-Profil – und beweist es mit einem wirklich atemberaubenden Panorama-Bild)

„Im Garten blüht und gedeiht alles, herrlich! #Ammersee #Bayern #Frühling“ (veröffentlicht ein lokaler Blumenladen auf Instagramm und Pinterest zahlreiche Farbtupfer aus der Region)

„13 Uhr Mittagspause im Andechser Biergarten – wer noch?“ (lädt ein vom Homeoffice aus arbeitender Freiberufler unter der Präsenz „Ich arbeite am See, und du?“ seine Google+-Community ein – und erntet eine Menge neidische Kommentare ….)

Ich persönlich finde ja die Möwe super, vor allem, weil die wirklich IMMER am See ist, und alles mitbekommt, was da so passiert … Sollte die Idee mal an die Ammerseeregion spielen 🙂

Grundbedürfnisse

Heute war so ein Tag, an denen zwei meiner Grundbedürfnisse zu kurz gekommen sind. Normalerweise trinke ich etwa 3 Liter, heute wars vielleicht einer. Über den ganzen Tag verteilt. Deutlich zu wenig. Deshalb versuche ich gerade, das nachzuholen. Richtig, geht nicht. Der Flüssigkeitshaushalt ist nicht ok, jetzt noch 2 Liter auf die Schnelle?
Dann brauche ich frische Luft. Zum Atmen. Zum Wohlfühlen. Meistens reicht ein kurzer Spaziergang, 15 Minuten Minimum am Tag und mir geht’s gut. Bin gestern und heute nicht vor die Tür gekommen. Und meine, wenn auch leichten, Kopfschmerzen zeigen: ich hab Defizit.
Insofern hab ich eben den festen Vorsatz gefasst: morgen trinke ich wieder über den Tag verteilt. Und es gibt eine Mittagspause an der frischen Luft. Laut Wetterprognose in der Sonne am See.

Abendhimmel-Phänomen

Ich arbeite jetzt seit knapp 2 Monaten am schönen Ammersee – und beobachte hier ein Phänomen, das ich, geboren, aufgewachsen und lebend im Voralpenland, sonst noch nirgendwo so intensiv wahrgenommen geschwiege denn überhaupt bemerkt habe. Vielleicht hat jemand eine Erklärung für mich? Fast täglich zur Dämmerung gibt es für einen kurzen, mittlerweile sehr kostbaren Moment einen Lichtspot auf das Ostufer. Kloster Andechs leuchtet dann regelrecht mythisch auf, erscheint wie ein gleißend weißer Punkt. Das bewaldete Ufer strahlt in vielen Facetten von Rot-, Rosa-, Brauntönen. Aus dem Norden schiebt sich eine Wolkenwand, meist ganz in Grau in Richtung Berge vor. Dazwischen ist bis zur Spitze des – heute mal fast überdeutlich sichtbaren Alpenkamms -fast jede Farbschattierung zu sehen. Das ist kein leuchtend roter Abendhimmel, es ist aber auch kein winziges Farblicht, sondern es bewegt sich irgendwo dazwischen. Blau, Weiß, Rosa, hellblau, Rot, Lila, Pink, Gelb, Grau, Grün. Dabei leuchtet der See in ganz irren Farbschattierungen zwischen Schwarz und Blau und Grün.

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Alles ganz schön schön.

 

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Zum Anschauen.

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Beim Fotografieren lässt es sich leider von meinem Bürofenster aus nicht wirklich einfangen. Ich probiers fast täglich, aber bislang trifft das Resultat nie die Realität, die ich mit meinen leuchtenden Augen bewundere. Schade eigentlich.

Bin wie gesagt über jeden Erklärungsansatz dankbar, denn so richtig finde ich dazu nichts im wörldweiwebb?

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Weihnachtsstimmung?

Morgen in einer Woche ist Weihnachten – dabei ist meine Stimmung noch so gar nicht, weder winterlich noch weihnachtlich. Draußen herrlich leuchtende Herbstfarben, der Ammersee strahlt heute in einem irrisierenden Blau, unterschiedliche Nuancen, vor ein paar weiß gezuckerten Berggipfeln. Irgendwie hab ich noch keine Vorfreude, noch kein „endlich Weihnachten“ Gefühl. Und weil ich das persönlich so schade finde und gute Musik bekanntlich IMMER hilft eine kleine musikalische Einstimmung auf Weihnachten. Viel Spaß 😉

Übrigens: nicht nur ich bin noch nicht in Stimmung, beim mittäglichen Spaziergang am See saß ein Zugvogel-Exemplar, das hier um diese Jahreszeit definitiv nicht mehr sein sollte. Ein großer weiß-gemusterter Vogel mit langem, spitz nach unten zulaufenden Schnabel. Der sollte längst im sonnigen Süden sein?