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Tempomat

Ich habe neuerdings Tempomat – ich bin aber noch zu doof, ihn zu bedienen? Gestern abend auf dem Nachhauseweg in der 30er-Zone habe ich ihn „eingeschaltet“, war dem Herrn Peugeot aber zu langsam, er kann das Tempo erst ab 60 regeln. Aha. Dafür hab ich beim Rumprobieren mehrfach das Licht an- und ausgeschaltet. Ja, mein Gegenverkehr hat sich bestimmt ein paar Gedanken zum Thema Frau am Steuer gemacht. Und ja, wir sind noch nicht so sehr vertraut, ich und der Neue.

Heute morgen auf dem Arbeitsweg fuhr ich dann vor einem Passatfahrer am Ammersee entlang. In der Ortschaft wäre er mir mehrfach beinahe hintendrauf gefahren, meine 50 waren ihm definitiv zu langsam. Außerhalb der Dörfer ist er aber jedes Mal weit hinter mir zurückgeblieben. Mein 1. Gedankengang: der hatte bestimmt seinen Tempomat an. Ja, DER kann das. 2. Überlegung: wann haben die noch mal die Straßenverkehrsordnung für Tempomatfahrer geändert? Und darf ich dann auch …?

Gesunde Restrukturierung

Statt fasten mache ich etwas, das die letzten Monate deutlich zu kurz gekommen ist: in der Mittagspause täglich einen Spaziergang an der frischen Luft. Denn meistens arbeite ich durch und find das total doof. Insofern: mit Beginn der Fastenzeit und auch schon davor klappt das Vorhaben gut, die Kollegen machen bei gutem Wetter wie heute gerne mit. Eine Runde am See macht so 30 – 45 Minuten. Tolle Ausblicke, ein paar Minuten Ruhe und tiefes Durchatmen, das ist eine richtige Pause. Und das ideale Gesundheitsprogramm für jeden Tag – irgendwo habe ich kürzlich gelesen, dass man Gassigehen sollte, als ob man einen Hund hätte, auch wenn man außer dem inneren Schweinehund keinen Hund hat, das hält am besten fit 🙂 …

Und das mache ich am Ammersee,  da wo andere Urlaub machen. Wer mal sehen möchte, was ich hier so zu sehen bekomme, hier hab ich virtuelle Wanderungen mit tollen Panorama-Aufnahmen gefunden.

Das mit mir und dem öffentlichen Nahverkehr

20140805-092812-34092910.jpgIch fahre gern Auto. Am liebsten würde ich vor allem dann gerne Auto fahren, wenn das aus Gründen nicht möglich ist – wie vergangene Woche, als der kleine Franzose in der Werkstatt war. Nicht deshalb, weil es keine Alternativen gibt. Sondern schlicht, weil der öffentliche Nahverkehr und ich keinen guten Draht zueinander aufbauen. In meiner Schulzeit gab es keine Alternative zum Schulbus. Täglich 45 Minuten einfache Fahrt. Da meine Station die erste auf dem Schulweg war konnte ich mir zumindest einen genehmen Sitzplatz wählen. Später im Studium war ich ebenfalls auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen, oft ohne Sitzplatz. Seitdem ich arbeite bevorzuge ich, vor allem frühmorgens allein mit mir und meiner Musik in der schützenden Umgebung meines Autos zu sein. Ich mag noch nicht reden, mag noch niemanden beachten müssen.
Konkret musste ich letzte Woche meinen Arbeitsweg von München aus koordiniert bekommen. Und war wirklich positiv überrascht, wie gut die Netzabdeckung durch Bus und Bahn ist. Mit den Öffentlichen dauert mein Arbeitswegs mit mindestens 2 x Umsteigen etwas über 90 Minuten, wenn alle Anschlüsse klappen. Zum Glück habe ich Arbeitskolleginnen, die mich mehrmals mitnehmen konnten. Denn durch die Mitfahrgelegenheit spart man doch deutlich Zeit.
Was mir wieder aufgefallen ist: Fahrpläne und vor allem der benötigte Tarif stellen mich als Wenig-Nutzer vor ein Rätsel. ich kann nur mutmaßen, dass ich die richtigen Tickets hatte, denn auf Fragen habe ich von verschiedenen Mitreisenden sehr unterschiedliche Tipps erhalten … Dann war ich mehrfach schneller unterwegs, als laut Fahrplan, weil ich oft sogar mehr als eine Verbindung überspringen konnte? Oder die angegebenen 5 Minuten Fußweg weniger als eine Minute gedauert haben?

Fazit: Es hat alles funktioniert – und ich bin sehr froh, dass ich jetzt wieder Autopendler bin.

Anekdote: Auf der letzten Zugfahrt Richtung Werkstatt saß ich neben einer Familie, Großeltern, Mama und 3 Mädels, die mit reichlich Gepäck unterwegs in die Ferien waren. Sie zeigten beim Schaffner ein Bayernticket für 5 Personen vor – und ein Schuljahreszeugnis. Denn: wer da eine Eins drin stehen hat darf kostenlos die Regionalzüge der Bahn nutzen. Eigentlich galt das nur am ersten Ferientag, aber der Schaffner hat ein Auge zugedrückt.

 

Mittagspause am See

Es gibt diese Tage, an denen man mit den ganzen lieben Kollegen zur Mittagspause ins Restaurant geht. Ein Tisch beim Italiener ist reserviert, mit freiem Blick einmal über den kompletten Ammersee. Die Sonne scheint, der Himmel strahlt weiß-blau, ein laues Lüftchen weht, die Temperatur ist angenehm … Dann wird die Pause zelebriert, mit gutem Essen, guten Gesprächen – und immer wieder schweift der Blick ab, gleitet über den in allen Farbnuancen schillernden See, die unterschiedlichen Boote, die Seevögel. Und beobachtet die Menschen am See, die entweder ganz langsam oder ganz schnell ins doch kalte Wasser springen … Was hab ich diese Stunden heute genossen!

Warum man das nicht öfter macht? Kann ich euch sagen: weil es hinterher so gut wie unmöglich ist, sich wieder auf die Aufgaben zu konzentrieren. Man möchte einfach nur wieder raus, weiter auf den See schauen, und das „dolce far niente“ genießen ….

Und warum es davon kein Foto gibt kann ich auch  beantworten: weil ich offline war, vollkommen ohne iPhone. Sogar ohne Kamera 😉