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Musik am Mittwoch: Across the Universe

Einem wunderbaren Schriftsteller lauschen ist per se schon ein Geschenk. Benedict Wells zuhören, wie er die vergangenen 7 Jahre beschreibt, in denen er seine Ideen erst auf viel zu viel Papier brachte, eine Offenbarung. 800 Seiten sind es geworden. Die er „wie beim Jenga-Spielen“ um viele Kapitel kürzte. So, dass das Wesentliche übrigbleibt. Das, was er sagen wollte. Und was ihm wichtig ist. Seinen 4. Roman hat er gestern Abend in seiner Heimatstadt München vorgestellt, zum ersten Mal nicht in der Buchhandlung seines Vertrauens, sondern im Literaturhaus. Worüber sich nicht nur das Team gefreut hat, sondern auch die Besucher im rappelvollen Saal. Ich freu mich jetzt noch mehr drauf, „Vom Ende der Einsamkeit“ zu lesen. Und ich hab den Abend so was von genossen, herrlich, mit welchem Charme, mit welcher Energie, mit wieviel positiven Gedanken und einem blitzenden Lächeln er über das Leben spricht. Auch über die weniger schönen, traurigen Seiten, die gehören nämlich schlicht auch dazu …

Und dann bringt er einen Freund mit, den Münchner Musiker, Singer-Songwriter Jacob „mit C“ Brass. Für mich hat das den Abend perfektioniert. Kann mich Benedicts Wunsch nur anschließen: sollte das Buch verfilmt werden, dann bitte im Abspann mit Jacobs Version von „Across the Universe“. Inspiriert von den Beatles, aber ganz eigen interpretiert. Hab mich in seine Stimme mindestens ein kleines bisschen verliebt. Leider nur live gehört, davon gibts keine Aufnahme (zu schade!). Deshalb hier einmal Stimme, einmal Song:

Kindheit in den 70ern und 80ern #Familienalbum

Bildquelle: Pixabay
Bildquelle: Pixabay

Frau Mutter fragt nach dem Familienalbum unserer Kindheit in den 70ern und 80ern. Im Sommer habe ich sehr eifrig in den Alben nach Bildern aus den vergangenen Jahrzehnten gesucht, und da ist mir immer wieder eines aufgefallen: wie wenig Bilder im Verhältnis zu heute gemacht wurden. Obwohl auch mein Papa sich pünktlich für das Leben als junger Familienvater eine Kamera gekauft hat. Die sah so aus, die die auf dem Bild, nur war sie komplett in Leder eingepackt. Und ist irgendie tatsächlich mal einer Räumaktion zum Opfer gefallen? Schade eigentlich. Wie oft hieß es in meiner Kindheit: jetzt alle lachen fürs Foto! Trotzdem nichts im Verhältnis zu heute? Wurde damals auf einem Ausflug vielleicht mal ein Film mit 24 Aufnahmen verknipst (musste aber Wetter, Stimmung und Motiv passen) schießen wir heute in einer Stunde hunderte von Bildern. Selfies, Portraits, Momentaufnahmen, Situationskomik, …

Im Verhältnis sehr wenige Bilder gibt es deshalb von unseren Freizeitaktivitäten, klar hatten wir einen Sandkasten, natürlich haben wir Baumhäuser gebaut, waren angeln, Schlittschuhlaufen, Schlittenfahren, haben Schneemänner gebaut. Aber die meisten Bilder stammen von Feiertagen, Geburtstagsfeiern, Schulbeginn, … Und trotzdem sind es wunderbare Erinnerungen an die herrlich unbeschwerte Kinderzeit. Und ich habe gelernt: es geht nicht darum, über die Unterschiede zu heute zu sinnieren, sondern mit den Kindern von heute ihre schönen Kindertage zu gestalten 🙂

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Erstes Dirndl meines Lebens, man beachte den roten Trachtenhut, nur die Schuhe …

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Die Farbe rot mochte meine Mama insgesamt sehr gerne?  Und das mit dem Partnerlook fand sie auch unglaublich toll 😉

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Das Kleid ist sooo toll, Farbe, Stil, hach. Und in Mamas Lieblingsfarbe wär ich sonst wohl kaum von Traktor und Anhänger  zu unterscheiden 🙂

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Und das passende Styling für die Mädels-Fahrradtour: bequeme Latzhose und Halstuch …

Meistgelesen

Ich habe so meine Routinen, dazu gehört, morgens und abends über einige Online-Medien zu lesen. Dabei habe ich kein System im eigentlichen Sinne, klicke, was mich gerade anspringt. Heute hab ich mich mal von der Kategorie „was andere gerade oder am meisten oder irgendwie so lesen“ inspirieren lassen:

Musikalischer Jahresrückblick: meistgelesen auf dem Zeit Magazin Online heute ein Artikel zu den besten Musik-Alben des Jahres.

Weder weihnachtlich noch saisonal: am meisten Leser von suedeutsche.de lesen jetzt gerade über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Genauso weit weg, aber mit einer immensen Tragweite und Auswirkungen auf jeden einzelnen, weil es geht um unser Alter – Top-Thema auf faz.net: die aktuelle Debatte zum Thema Rentenalter

Beschäftigen sich die Deutschen zum Jahreswechsel mit dem Thema Jobwechsel und Bewerbung? Könnte man jetzt vermuten, denn unter den Top3 Themen auf spiegel.de sind schreckliche Bewerbungsbilder

Wenigstens im Bereich Gesundheit auf Focus.de hat DAS liebste Thema mit der Vorbereitung auf Weihnachten zu tun, wenn der Aufhänger auch, na ja, also sagen wir mal, alles das ist, was einem die Feiertage mies machen kann? Was Weihnachten verdirbt

Insofern: nicht nur ich bin eine Woche vor dem heiligen Abend gedanklich mit allem möglichen, nur nicht mit Weihnachten beschäftigt?