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Engel im Advent

Ein schönes Motto hat sich die Grundschule der bezaubernden Nichte für die Adventsandacht ausgedacht: wir alle brauchen einen Engel. So war das knapp einstündige Programm mit Liedern und Texten rund um die so wertvollen Begleiter angefüllt. Und auch der Herr Pfarrer konnte mit Worten einiges aus der Religion beitragen. Interessant für mich einmal mehr, wie viel Mühe sich die Erwachsenen gegeben haben, die Drittklässler waren sogar in Engelskostüme gesteckt worden, um nachdenkliche Gedanken an den Schutzengel und ans Christkind aufzusagen …

Bei der bezaubernden Nichte und ihren Mitschülern ist die Botschaft aber gar nicht angekommen. Sie waren vollkommen konzentriert auf: wo sitze ich? Wann kommt unser Auftritt? Wie geht noch gleich mal wieder der Text. Ich darf ein Licht halten. Ich gehöre zu den Musikern/ich nicht. Ich darf kein Engel sein, das dürfen nur die aus der dritten Klasse … Im Unterschied zu uns Erwachsenen sind Kinder einfach sehr viel mehr im Hier und Jetzt. Die Engel waren Teil des Programms und die Zweitklässler wären natürlich auch zu gern Engel gewesen. Wir Erwachsene haben den Texten gelauscht, die Kinder hatten die Aufgabe, die Texte zu sprechen/lesen/singen …

Nach dem Programm gabs im Schulhof Glühwein, Kinderpunsch und Bratwurstsemmeln – die Kids konnten im Schulgarten toben. Eine Eule (oder besser einen uralten Kauz entdecken) … Und auf dem Heimweg haben wir dann doch noch mal über die vielen Schutzengel sprechen können, die jeder von uns zum Glück hat. Immerhin.

Kinderlogik

Die Tochter (bald 3) einer Arbeitskollegin macht gerade mit ihren Eltern eine Kindergartenbesichtigungstour. Den ersten Kindergarten fand sie ganz ok, dann wollte sie gerne eine Schule besichtigen. Als die Eltern ihr erklärten, dass sie erst mal in den Kindergarten muss, um dann später die Schule zu besuchen, meinte sie folgerichtig: „Im Kindergarten war ich schon …“

#Sonntagsfreude: Gewohnheit

IMG_1526-0Leben bedeutet Veränderung, mal laufen die Dinge besser, mal schlechter. Meine Eltern erleben gerade eine Menge Veränderungen, manche altersbedingt, sie sind jetzt Rentner. Manche ergeben sich aus Notwendigkeiten in ihrem Tagesablauf, ist eben nicht mehr, wie wenn der Betrieb voll laufen muss. Manche, weil die bezaubernde Nichte bzw. deren Betreuungssituation sie fordert. Dann die Vorboten der Hausrenovierung. Alles gar nicht so ohne, da knirscht es auch bei einem so aufeinander eingespielten Team hin und wieder mächtig im Gebälk. Aber sie schaffen es, die Dinge ordentlich auszudiskutieren. Und danach ist auch wieder gut.  Ohne Nachbrummeln. Früher eher selten, heute sitzen sie stundenlang in der Küche und Ratschen. Dazu war in den arbeitsreichen Jahren nicht immer Zeit, trotzdem haben sie auch damals den Austausch geschafft. Ist wohl einer der Gründe, wieso die zwei noch heute öfter mal händchenhaltend harmonisch zum Dorf-Kaffee-Kranzerl marschieren, während andere Paare getrennt voneinander oder zumindest stumm Abstand haltend gehen?

Auch bei den Sonntagsfreuden gibt es Veränderungen, Maria hat ihren Kreativberg beendet, weist aber ebendort auf Barbara und ihren Blog hin, wo die Sonntagsfreude weitergehen soll. Das hatte auch Regine von allesaussergewoehnlich angeboten, deshalb verweise ich heute auf beide. Danke für das Vergangene, ich freu mich, dass die liebgewonnene Tradition auf anderen Wegen mit in die Zukunft gehen wird.

Teamwork

Bei Familienfeiern ist es bei uns üblich, dass alle zusammenhelfen. Die Mama lässt es sich nicht nehmen, unabhängig von der Gästezahl eine reichliche Auswahl an Kuchen und vor allem Torten vorzubereiten. Wir Geschwister samt Anhängen sind verantwortlich, dass alles da ist und reibungslos läuft. Mein Papa kümmert sich um das Organisatorische und alles andere, was so anfällt. Beim Feiern selbst ist es uns am liebsten, wenn die Eltern ihre Gäste unterhalten und uns nicht im Ablauf stören 😉
Dieses Mal war das jüngste Familienmitglied mit Feuereifer dabei – schließlich hat die Tante, als sie gefragt hat, was sie denn machen soll, ganz lapidar „Mithelfen!“ geantwortet. Natürlich fragt die bezaubernde Nichte dann nach „Was genau?“ Ohne nachzudenken: „Ich schenk das Bier ein – und du bringst es den Gästen.“ Und genauso ist das gelaufen, die große Dreinhalbjährige hat das super gemacht. Das einzige Glas an mehreren Tagen hab ich höchstpersönlich zerdeppert – war vorher möglicherweise schon etwas angeschlagen und ist mir beim Spülen regelrecht in die Einzelteile zerfallen. Sonst hat alles super geklappt. Muss man mal so sagen, wir sind schon ein gut eingespieltes Team, alle miteinander 🙂