Zu viel Stress?

Heute ist einer dieser Tage: morgens auf dem Weg zur Arbeit – ich wusste, das wird ein langer Tag – höre ich Radio, kommentiert wird eine aktuelle Studie: Arbeitnehmer klagen über zu viel Stress. Fast die Hälfte der Deutschen denkt, der Stress hat die letzten Jahre zugenommen, Mails, Anrufe usw. Hm, ja, was soll ich dazu sagen:

Mein Tag war anstrengend, ich bin aktuell ca. 12 Stunden in der Arbeit, war heute morgen früher da als normal, denn eine knifflige Herausforderung lag vor mir, die mich auch schon gestern nachmittag, den Abend und nachts so zwischendrin beschäftigt hat. Gelöst im Lauf des Vormittags, danach hab ich versucht, alle anderen Tagesafgaben hinzubekommen. Eine Beobachtung: Viele Kollegen haben Zeit, bei mir zu jammern, sich über die viele Arbeit zu beschweren, die sie kaum bewältigen können. Ich hab dafür schlicht keine Zeit. Auch nicht für das Gemotze der Kollegen, denn das hält mich zusätzlich davon ab, rechtzeitig fertig zu werden?

Heute bin ich stolz, denn neben meinem Job hab ich sogar geschafft, für meine ausscheidende Kollegin ein Abschiedsgeschenk zu organisieren, war koordiniert genug, das restliche Team zu mobilisieren, alle noch zu einer Übergabe zusammenzutrommeln. Die Kollegin, die ihren letzten Tag hatte, hat sich gefreut – und gelächelt.

Und dann denk ich mal wieder: stimmt, ich hab echt Stress. Aber irgendwoher hole ich immer wieder die Energie, etwas für andere zu tun. Und das scheint auch mir gut zu tun? Mir über den Stress hinwegzuhelfen? In jedem Fall jammere ich nicht gerne, nur wenns echt zu viel wird! Und ich nehm mir jetzt mal vor, alle anderen auszublenden, vielleicht schaff ich dann meine Arbeit mal in der Zeit, die ich mir eigentlich dafür vornehme? Guter Plan!

PS: ich hätte mal gerne die Zeit, in Ruhe alle Beiträge, die heute auf Facebook, Twitter usw. zum Thema Stress gepostet wurden, zu lesen – aber irgendwie reizt es mich mehr, den Arbeitstag jetzt zu beenden und nicht mehr über Stress anderer Menschen nachzudenken!

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Das erste Faschingskostüm

Kürzlich kam meine Schwester, die weltbeste Mama, um mich, die weltbeste Tante, um tatkräftige Mithilfe zu bitten: meine Nichte hat nämlich ihre erste Faschingsveranstaltung. In der Kita. Mit einem Motto. Natürlich. Und ebenso natürlich haben sich die Eltern ein ganz großartiges Motto ausgedacht, das da lautet: auf dem großen weiten Meer …

So, was fällt uns dazu spontan ein? Da werden wohl einige Piraten, Schiffsjungen, Traumschiffkapitäne usa. am Start sein? mein wirklich sehr kreativer Vorschlag war, ein Inselkostüm zu machen. Bequem, einen großen Sack, darauf eine Palme, evtl. Sand drumrum… Wurde von den Eltern dankend abgelehnt. Jetzt wird meine Nicht ein Fisch. Und zwar nciht irgendein Fisch, ein Regenbogenfisch. Fast einen ganzen Sonntagnachmittag haben wir in mühevollster Kleinarbeit Regenbogenschuppen- und flossen auf ein T-Shirt aufgenäht. Das mit dem Kleben war zwar ein guter Gedanke, in der Praxis hätten die Schuppen nämlich dann nicht mal das Anziehen überstanden.

Der kleine Gedanke hat mir nämlich als wirklich faschingskostüm-erfahrene-kreative-Umsetzerin gefehlt: alles, was wir Erwachsene problemlos hinbekommen und was wir schon irgendwie aushalten macht eine Zweijährige nicht mit. Sie will weder schön sein, noch findet sie es toll, ein ausgefallenes Kostüm zu tragen, im Gegenteil: wenn sich was abrupfen lässt wirds abgerissen. Wenn es die Bewegungen nicht mitmacht, dann gehts eben kaputt.

Aber klar, ich denke zurück an meine ersten Kostüme, Mama hat mir ein pinkefarbenes Prinzessinnenkostüm für den Kindergarten genäht, das war wirklich toll. Später, mit Sicherheit eins meiner liebsten Kostüme, ein Cowboy: Jeans, Schnurrbart, Hut und eine Knarre. Beim Schießen musste ich nur jedes Mal blinzeln, tja. Indianer war ich auch mal. Später hatte ich eine Phase, in der wir uns wirklich sehr ausgefallene Kostüme ausgedacht haben, das war immer besonders: als Raben mit echten Federn und einem Schnabel, der kurz vor dem Abend mit Pattex geklebt werden musste und uns den ganzen Abend in einen Ausnahmezustand versetzt hat (kann ja auch keiner damit rechnen, dass das so lange dauert, bis die Wirkung nachlässt!), als Rokokodamen (wohl unser aufwendigstes Kostüm), als halb-halb-Brautpaare, bei der wir unsere weibliche und männliche Seite ausspielen konnten. Als Hexen, so schön hässlich, mit Warzen und porofessionell geschminkt, scharze, vergammelte Zähne, richtig eklig! Und ganz auffällig waren wir als Rindviecher, lange vor den vielen lila Milka-Kühen. Das war ein legendäres Kostüm, weil wir einfach sehr authentisch waren.

Einfallsreichtum ist toll, ich finde den Fisch ganz besonders toll, passt auch super zum Motto im Kita-Fasching. Und als brave Tante hoff ich natürlich, dass sie bis dahin wieder gesund ist und ich und die Mama als Angler dem bunten Treiben im Meer geruhsam zuschauen können 🙂

Was mich beschäftigt und was ich meinen Patenkindern gerne erzählen würde

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