Spruch zum Wochenende: Chaostheorie

Chaos weckt Kreativität – Ordnung verdoppelt Spielspaß.

Ging mir heute durch den Kopf, als ich als pflichtbewusste Tante die Millionen Lego-Bestandteile aus unzähligen Kisten heraus gefischt habe, in die meine Geschwister und ich sie im Lauf unserer aktiven Lego-Spielphase verteilt haben. In jeder Kiste so viel, dass man ‚etwas‘ damit bauen kann. Nach 3 sonnigen Stunden und einer beeindruckenden Portion Engelsgeduld, O-Ton meine Mutter, Großmutter der liebreizenden Enkeltochter, habe ich eine Riesenkiste Lego, einigermaßen ordentlich. So dass die bezaubernde Nichte jetzt selbst für die Unordnung sorgen kann 😉

Für mich war’s ein perfekter Tag, ich mag ausmisten, aufräumen, wegschmeissen und vor allem den magischen Moment, wenn alles irgendwie wieder zusammenpasst. Was vorher viel Raum eingenommen hat, passt wieder praktisch in eine Ecke 😉

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Ur-Opa

Diese Woche haben mich zwei Bilder sehr berührt.

Einmal meine kleine Freundin Lena, die dem Ur-Opa bei schönem Frühlingswetter Gesellschaft auf seiner Bank vor dem Haus leistet. Da sitzen zusammen mehr als 100 Jahre auf der Bank, ein kleines, abenteuerlustiges Mädchen, das die Welt erobern wird. Und ein Junge, junger Mann, liebevoller Ehemann, Vater, Opa und mittlerweile Urgroßvater. Was da wohl durch seinen Kopf zieht, welche Erinnerungen er hat, an andere schöne Frühlings Tage seines Lebens? Gerade, wo die kleine Lena optisch viel von ihrer Oma haben soll? Was er ihr erzählt, welche Geheimnisse die beiden teilen? Und dazu kommen ihre Tagträumereien, Ideen, die Vorstellungen vom Leben … Mehr als 100 Jahre geballte Lebenserfahrung. Wie schön!

Im zweiten Bild, das ich beim Maifeiertagsspaziergang zufällig gesehen habe, sitzt ebenfalls ein gut über 90jähriger Ur-Opa auf einem Brunnen. Die ganze Familie ist beschäftigt, jeder hat seine Aufgabe: Urenkel 1 ist Handlanger, Urenkel 2 reinigt den Rasenmäher, Urenkel 3 planscht mit der Gießkanne. Enkel (Vater der 3) holt gerade den Rasenmähertraktor, der Opa pflanzt ein Erdbeerfeld, die Oma und Ur-Oma arbeiten in den Blumenbeeten, der Ur-Opa passt auf, dass Urenkel 3 nicht in den Brunnen fällt und nicht zu nass wird … Und da macht es nix, dass der Ur-Opa nicht mehr so fit ist und selbst nicht mehr zu langen kann. Jeder hat seine Aufgabe, ganz selbstverständlich. Toll, oder?

Was mich beschäftigt und was ich meinen Patenkindern gerne erzählen würde

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