Morgens, wenn die Welt aufwacht

Ich habe schon mal erwähnt, dass ich kein Stadtmensch bin. Dazu noch weniger Frühaufsteher – und normalerweise immer zu spät. Nur hab ich grad frühe Termine, letzte Woche im schönsten Teil von Schwabing, direkt beim Eingang zum Englischen Garten. Und ich war tatsächlich sehr zeitig dran, hatte Zeit, etwas im Viertel herumzuspazieren, mich rund um die Seidlvilla zu orientieren. Den Schwabingern beim Aufwachen zuzusehen. Denen, die in Schwabing arbeiten, beim irgendwie gemütlich wirkenden in die Arbeit Schlendern hinterherzukucken. Um diese Uhrzeit sind im August kaum Menschen unterwegs, keine Touristen, klar, es war ja vor 9.

 

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Heute morgen ähnliche Beobachtungen, mitten in der Stadt: ich konnte vollkommen entspannt vom Stachus über die Löwengrube hinterm Dom vorbeispazieren, einen Kaffee in der Schäfflerpassage besorgen und mich sogar für ein paar Minuten hinterm Rathaus, also hinter dem Marienplatz, auf eine Bank in die Sonne setzen. Dabei ist mir – zugegebernermaßen mit Blick aufs Dallmayr-Gebäude – „fast spontan“ ein Werbetrailer eingefallen: mit der Vespa durchs lichtdurchflutete München für italienisches Lebensgefühl in der bayerischen Landeshauptstadt.

Und ich muss es mir mal wieder „sagen“: morgens, wenn die Stadt erwacht, mag ich München richtig gerne. Die Menschen, die um diese frühe Uhrzeit unterwegs sind, strahlen eine Ruhe aus, haben Zeit, sogar, ein Lächeln zu erwidern. Oder sich für eine Minute auf eine Bank zu setzen und durchzuatmen. Bevor es hektisch und voll wird. Vielleicht sollte ich öfter mal vor halb zehn in der Stadt unterwegs sein? Um ihre Schönheit ganz entspannt zu genießen? Muss ich auf meine To-Do-Liste setzen – genauso wie ich gerne so um Mitternacht durch die Münchner Stadtviertel laufe. Viel zu lang nicht gemacht, aber ein sehr guter Plan.

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Spruch zum Wochenende: Mehr (aus der) Zeit (machen)

Die Tage und Wochen verfliegen gerade – wie nix. Zeit ist so wertvoll, aber gerade die letzten Tage sind so schnell vergangen, das waren doch auch jeweils 24 Stunden? Und jede Woche hatte 7 Tage? Und die Monate auch 4 Wochen …. Und durch die intensiv gelebten Abende und Nächte gefühlt so viel erlebt, so viele Menschen gesehen, so vieles aufgesogen – und längst noch nicht verarbeitet. Es ist Sommer – Zeit, sich einfach nur wohlzufühlen, zu entspannen, zur Ruhe zu kommen, Sonne zu tanken, draußen sitzen, das Wetter und das Leben zu genießen. Süßes Nichtstun. Dolce far niente. Blissful Laziness. Faul sein.

Nur mittendrin gibts so viel vorzubereiten, aufzuarbeiten, zu erledigen, zu tun. Deshalb mein Spruch für dieses Wochenende: ich brauch mehr Zeit. Freizeit. Um zu entspannen UND alles gebacken zu bekommen, was ich eben gebacken bekommen muss.

Ich muss es wohl einfach mal damit versuchen: „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ (Seneca)

Was mich beschäftigt und was ich meinen Patenkindern gerne erzählen würde

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