Stell dir vor, du bist auf Geschäftsreise und wirst richtig krank …

Wenn man unterwegs ist kann es einen auch mal umhauen … So geschehen heute bei uns im Büro – hatte nicht das Geringste mit der Wetterlage in Deutschland zu tun. Ein Kollege aus England hatte schon gestern viele Meetings, heute morgen bricht er dann auf der Toilette richtiggehend zusammen. Klagt über nicht zuzuordnende Schmerzen, fasst sich abwechselnd an den Magen, ans Herz, an die Schulter. Sehr diffus, sehr erschreckend. Meine Kollegin wartet nicht ab sondern packt ihn direkt ins Auto und fährt mit ihm ins Krankenhaus. Nicht in irgendein beliebiges, sondern ins deutsche Herzzentrum, könnte ja ein Herzinfarkt sein? Typische Managerkrankheit?

Dort wird er untersucht, zum Glück geht es ihm so schlecht, dass er alles mit sich geschehen lässt. Und er ist von Experten umsorgt, wird supernett behandelt, alle geben sich größte Mühe, ihm trotz der fremden Sprache so viel möglich zu erklären, es ihm so angenehm möglich zu machen. Mittlerweile geht es ihm zum Glück wieder gut, er darf die Nacht wahrscheinlich sogar „zuhause“, also im Hotel verbringen. Beruhigend? Na ja, also wenns mir schlecht geht, dann wollte ich ungern in England sein. Klar ist es ein Vorteil, mit Herzbeschwerden in einem weltweit ausgezeichneten Herzzentrum zu sein. Aber auf Reisen krank zu werden ist ohnehin schon unangenehm, in einer fremden Umgebung fühle zumindest ich mich noch unwohler. Krankenhaus bedeutet für mich immer Fluchtgedanken, ich war selber noch nie krank im Krankenhaus, hab mich aber auch noch nie in einem Krankenhaus wohlgefühlt, wenn ich jemanden besucht habe. Dann noch lauter mir unbekannte Menschen, Ärzte und Pfleger, die sicher gut in dem sind, was sie tun, …

Phhhh, da fühle ich mich schon bei der Vorstellung nicht wohl! Aber Glück für meinen englischen Kollegen: er wurde begleitet, musste sich selbst um nichts kümmern, wurde nicht im Krankenwagen abgeholt, sondern von einer Kollegin persönlich chauffiert und begleitet. Das hilft mit Sicherheit auch in solchen Augenblicken – und hoffentlich fehlt ihm nichts, hoffentlich bekommt er bald die Freigabe, nach Hause gehen zu dürfen und hoffentlich kann er sich dann auch schnell erholen!

Geschafft!

Meine Arbeitskollegin hat gestern abend ordentlich gefeiert – zu Recht: sie hat nach knapp 2 Jahren Abend- und Wochenendschule ihre Zusatzausbildung erfolgreich abgeschlossen. Und freut sich wie ein Schnitzel! Zurecht, wie ich finde. Ehrlich gesagt bewundere ich nämlich sehr, wenn jemand sich diesen Zusatzaufwand antut, einfach nur um sich weiterzubilden.

Klar, der einfachste Weg ist immer: man schafft spielerisch die Schule, macht den höchsten Abschluss, studiert hinterher oder macht eine tolle Ausbildung. Und wie schön wäre es, wenn man damit dann gleich den Einstieg in einen toll bezahlten Job hätte, sich ohne großen Aufwand finanziell weiterentwicklen könnte – und genau das erreichen kann, was man sich vorstellt. Wohl eher eine Illusion: egal welche Abschlüsse man macht, egal, welche Ausbildung man absolviert, egal, wo man anfängt: das Leben besteht aus Weiterbildung. Un dmanchmal muss man eben auch erkennen: ich hab schon viel gelernt – aber eigentlich würde ich gerne was ganz anderes machen.

Manche nennen das vielleicht sogar scheitern? ich sage: es ist eine Selbsterkenntnis. Und ich bewundere es sehr, wenn jemand sich zutraut, zum Beispiel eine Abendschule zu machen. Zweimal die Woche abends nach der Arbeit noch pauken, jeden zweiten Samstag statt schön das Wochenende genießen die Schulbank drücken.

Das ist es wert? Ja, ist es – und jetzt mal auf kleine Leser umgesetzt: macht eure Ausbildung, genießt es, zu lernen – aber ihr dürft auch mal etwas nicht schaffen. Es gibt immer einen Weg, das Ziel zu erreichen. Wie meine Kollegin, die jetzt eine Berufsausbildung und eine Zusatzausbildung hat – und der gerade die ganze Welt offensteht 🙂

Meine alte Freundin, die Diskokugel

An diesem Wochenende hat meine alte Kindergartenfreundin ihren Geburtstag gemeinsam mit ihrem Mann gefeiert. Die beiden sind beinahe gleich alt, knapp 20 Tage Unterschied. Im Telefonat eine Woche vorher hatte sie schon prophezeit: es wird bestimmt spiegelglatt oder total verschneit. So wars dann auch, was die Anreise – sagen wir mal – zumindest erschwert hat. Also auch meine, ich hab auch kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt, abzusagen. Weil so im bayerischen Hinterland, mit den kleinen Straßen, Hügeln, überall Verwehungen … Mit 20 konnte uns das Wetter nicht davon abhalten, überall dahin zu kommen, wo wir hinwollten. Hm, selbst ich werde älter , … egal, ich hab mich trotzdem auf den Weg gemacht, es war stellenweise ganz schön glatt, aber ich bin heil angekommen.

Die Party fand ganz gediegenen, wunderschön dekorierten Raum statt. Nach draußen sanftes Licht, große Fenster, alles also gut einsehbar, sehl hell und einladend. Die beiden Geburtstagskinder standen zur Begrüßung in einem Meer von Sektkelchen, haben wirklich jeden Gast persönlich begrüßt. Im Raum dann 3 lange Tischreihen, sauber aneinandergereiht. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mich innerlich schon auf einen langen, langweiligen Abend eingestellt habe, denn die anderen Gäste, die bereits brav Platz genommen hatten, und die Raumaufteilung hat eben schon eine gewisse, nennen wir es mal so, konservative Signalwirkung.

Zum Glück hab ich sie dann entdeckt: mitten im Raum, genau über der mittleren Tischreihe, funkelte und glänzte meine alte Freundin, die Diskokugel. Ich musste also nur das Essen und die anschließenden Stunden überstehen, bis das gesetztere Publikum sich verabschiedet hat – und dann wars wieder meine Welt: an der Bar, mit guter Musik, mit richtig netten Menschen, mit toller Stimmung.

Und am Ende bin ich wieder mal viel zu spät nach Hause gekommen (geschlittert, denn es war in den Morgenstunden dann tatsächlich spiegel-spiegel-glatt), nach einem Abend voll ganz außergewöhnlich schöner Überraschungen: ein tolles Gespäch mit einem seelenverwandten Musiker, eine wunderbare Wiederbegegnung mit der Cousine meiner Kindergartenfreundin, die eigentlich auf Mallorca lebt, aber gerade zu Besuch war, und das Kennenlernen des neuen Lebenspartners einer alten Bekannten, die sich für die Liebe und damit gegen Zuhause entschieden hat. Und jetzt in Tirol glücklich ist! Und dazwischen waren einfach so viele funkelnde, glänzende Augenblicke, so viele Momentaufnahmen, so viel Lachen, so viel Genuss, so viel Spaß. Ich freu mich immer noch, dass ich nicht abgesagt habe und dass ich mitgefeiert habe, denn vor allem die Stunden nach Mitternacht haben wir alle (auch und vor allem meine Kindergartenfreundin samt Ehemann) mit unserer gemeinsamen alten Freundin, der Diskokugel, einfach nur abgefeiert, wie in alten Zeiten! Bis zum nächsten Mal 🙂

Spruch zum Wochenende: Momente

Weil er mir so gut gefällt verabschiede ich mich mit einem Spruch, der meine Woche wunderbar zusammenfasst, ins Wochenende:
Die schönsten Momente im Leben sind die, die dir beim Nachdenken ein Lächeln schenken.
Wünsch ein schönes und erholsames Wochenende – und schicke ein strahlendes Lächeln an die Welt 🙂

Was mich beschäftigt und was ich meinen Patenkindern gerne erzählen würde

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