Archiv der Kategorie: spruch zum wochenende

Spruch zum Wochenende: Himmel

Heute vormittag bin ich mit meiner Nichte über den heimischen Friedhof gegangen und habe die für Allerheiligen so wunderschön geschmückten Gräber vor dem novemberlich herbstlichen blau-Weißen Himmel bewundert. Es gibt Ruhestätten, die fast einen Blick in den Himmel offenbaren? Und dabei ist mir einer meiner liebsten Sprüche einer meiner Lieblingsschriftstellerinnen eingefallen, den ich zum Spruch für mein Wochenende mache:

„Wie schön muss es erst im Himmel sein, wenn er von außen schon so schön aussieht?“ (Astrid Lindgren)

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Spruch zum Wochenende: Heiterkeit

Was haben wir die letzten 3 Tage gelacht, aus ganzem Herzen, mit Tränen in den Augen. Immer wieder, oft so sehr, dass wir schon keine Luft mehr bekommen haben, Schnappatmung, der Kopf hochrot angelaufen, mit den Händen auf dem schmerzenden Bauch. Vom Lachen. Und wenn der Heiterkeitsschub Grade am Abflauen war musste wieder eine von ganz tief unten anfangen zu kichern. War das wunderbar. Ich hatte gestern morgen Bauchmuskelkater vom vielen Lachen am Freitag. Schön, wenn ein Freundinnenwochenende so lustig war? Ich hoffe, ich werde nicht vergessen, worüber wir so lachen mussten, aufschreiben kann man es nicht, denn die Komik entsteht aus der Situation, das kann keiner nachlesen und dann mitlachen. Schade eigentlich? Egal, fest steht, dass ich nach diesen Tagen den Spruch zum Wochenende meinem weisen Lieblingsdichter Herrn Goethe widmen muss:

„Das Leben lässt sich ohne Heiterkeit nicht denken.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Spruch zum Wochenende: Das ganze schrecklich schöne Leben

Mein Spruch zum Wochenende ist ein Liedtext, den ich heute auf der Facebook-Seite des großen Konstantin Weckers entdeckt habe. Ich mag seine Stimme, seine Musikalität, seine Gedankengänge, seinen Kampfgeist, seine Art zu denken. Und auch ich würde jederzeit ja sagen, ja, ich würde dieses ganze schrecklich schöne Leben gerne noch mal leben. In all seinen Facetten. Manches lieber, manches nicht so gerne. Und ich bin dankbar, dieses, mein schrecklich schönes Leben, erleben zu dürfen. Mit allem, was dazugehört.

„Man müsste noch mal fünf, sechs Jahre alt sein und das vergessen, was danach geschehn.
Gleich hinterm Haus würde ein Zauberwald sein mit bösen Hexen, Rittern und mit Feen.

Man würd‘ um Gutenachtgeschichten betteln und könnt‘ nicht wirklich lange ruhig sein.
Man könnte sich minütlich neu verzetteln und plötzlich sinnlos durch die Gegend schrein.

Der Vater wär´der stärkste Mann der Welt, die Mutter schöner als der schönste Morgen.
Und jeden Tag erwachte man als Held, und jede Nacht wär‘ man im Lieben Gott geborgen.

Und wenn man fällt, kann man sich fallen lassen. Du weißt ja, dass dich immer einer fängt.
Kein Sommersonntag würde je verblassen. Das Leben wär‘ von sanfter Hand gelenkt.

Vor lauter Lebenwollen könnte man nicht schlafen. Man würde immer viel zu früh ins Bett gebracht.
Gesetze, Konten und auch Paragraphen würden ganz einfach ausgelacht.

Man sähe Riesen mit den Wolken ziehen, und hinterm Stadtpark parkte schon das Meer.
Und wenn es dunkel wird, muss man vor Monstern fliehen, und alles Schöne endete nie mehr.

Man würd´ auch schreien, strampeln, toben, weinen. Das Leben wäre auch sehr ungerecht.
Doch kurz darauf würde die Sonne wieder scheinen. Am nächsten Morgen wär´ der Tisch gedeckt.

Noch einmal sich vorm Nikolaus erschrecken, auch wenn er eigentlich wie Papa spricht,
dem Christkind Hand und Herz entgegenstrecken, auch wenn es sich verbirgt im Kerzenlicht.

Und all die Streitigkeiten und die Tränen? Und das was man so schmerzlich doch vermisst?
Man wär´ verzweifelt. Doch man würde sich nicht schämen, nur weil die Welt noch nicht entzaubert ist.

Willst du das wirklich? – höre ich mich fragen. Noch einmal neu erleben, was danach geschah?
Das ganze Abenteuer noch mal wagen? Das ganze schrecklich schöne Leben? – Ja!“ (Quelle WWW.Wecker.de, Text Das ganze schrecklich schöne Leben von Konstantin Wecker)

Ich wünsche allen ein tolles, farbenfrohes, herbstliches, goldenes Oktober-Wochenende, genießt es.

Spruch zum Wochenende – Schnee im Oktober

Gestern hatte ich in wenigen Minuten zig Statusmeldungen auf meinem Facebook Account, die alle nur einen Inhalt hatten: der Schnee ist da. Es wurden Bilder gepostet, es wurde gejubelt, gejammert. Einige haben direkt vom Schneechaos berichtet. Ich musste schmunzeln, denn ich mag ja Schnee, auch im Oktober. Der bleibt auch noch nicht liegen, selbst wenn heute morgen in einigen Gebieten im Münchner Süden schon geräumt werden musste. Und da ist mir dieser Spruch von Wolfgang Bosbach in den Sinn gekommen, der vor einigen Jahren im SZ-Jetzt-Magazin stand:
„Wir neigen zur Dramatisierung: was heute Schnee-Chaos heißt nannte man früher Winter.“