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Projekt 2013

Gestern hat mein lieber Freund Andi unter der Überschrift „Projekt 2013“ eine kurze und – wie ich finde – äußerst einprägsame Projektbeschreibung notiert: „Viel mehr von dem, worauf ich Lust habe, was mir Spaß macht und mich motiviert… und auch mal ’ne Pause machen und den Ausblick genießen :-)“

Darin verpackt sind viele Themen, die er gar nicht erwähnt hat: Stress, Termindruck, Projektlaufpläne, Kollegen, die nerven, Kunden, die nerven, Ideen, die nicht realisierbar sind, Budgets, die man ohnehin nicht einhalten kann, …

Da ich diesen Projektplan so unwahrscheinlich nachahmenswert finde habe ich ihn mir einfach geklaut, um ihn zu teilen und weiter zu verbreiten. Denn ich bin sicher, dass sich hier noch der ein oder andere Nachahmer findet. Mal angenommen, wir schreiben das jetzt mal alle als wichtigste Punkte auf unsere To-Do-Listen, dann bleibt ganz bestimmt Zeit für eine sonnige Pause außerhalb des Büros? Für ein Lachen mit Kollegen? Für viel mehr von allem, was Spaß macht und jeden von uns motiviert? So dass man Lust auf Arbeit hat und morgens aufsteht, um gerne hinzugehen. Abends aber auch gerne nach Hause geht und seiner Umgebung erzählt, wie toll der Tag war?

In diesem Sinne: einen schönen Abend wünsch ich allen, die das jetzt lesen. Und wenn meine Patenkinder in ein paar Jahren auch in der Tretmühle stecken hoffe ich sehr, dass ihr diesen Projektplan lest, verinnerlicht und für euch umsetzen könnt!

 

Wochenend und Sonnenschein

War das herrlich schön? Endlich Sonne? Endlich blauer Himmel? Endlich …!!!Der Montag-Arbeitstag ist natürlich hart, erster Arbeitstag nach einer kurzen Urlaubswoche, tausende von Mails im Posteingang – und das Schlimmste: KEINE Lust!

Deshalb habe ich meine To-Do-Liste für heute kurzerhand abgewandelt und folgende Punkte integriert:

  • Thema Sonnenschein in meinen Arbeitsalltag integrieren, als zu bearbeitenden Punkt!
  • Mittagspause in der Sonne und auch etwas verlängern, wer weiß schließlich, wann es das nächste Mal klappt 🙂
  • kleine Sonnenpausen einbauen, also immer mal wieder zu den Rauchern raus in den Hof, während die eine Zigarette paffen Sonne tanken!
  • Pünktlich Feierabend machen, um die Abendsonne bei einem Spaziergang zu genießen.

Richtig, hab nicht alles geschafft, was ich normalerweise am ersten Arbeitstag mache, sind noch einige Mails unbeantwortet. Aber: meine abgewandelte To-Do-Liste habe ich in allen Punkten abgearbeitet. Der letzte Punkt wird JETZT erledigt, ich freu mich drauf! Schönen Abend!

Luftballons

Meine bezaubernde Nichte spricht mit gerade mal 2 Jahren ausgezeichnetes Deutsch. Man kann sich schon richtig gut mit ihr unterhalten (sofern sie bereit ist, den Schnuller aus dem Mund zu nehmen …). Nur an manchen Stellen merkt man dann eben doch, dass sie eine eigene kindliche Sprache hat, wie gestern: sie kommt mit einer Dose voll Luftballons an „kannst du die aufblasen?“ Und freut sich riesig über alle, die sie durch die Luft fliegen lassen kann. Als wir später eine Folge der Sendung mit der Maus gucken hat die Protagonistin einen Fuß in Gips, Krücken und humpelt zum Herz zerreißen. Ihr Freund der blaue Elefant kommt und zaubert einen Luftballon mit Herz ans Bein seiner Freundin, die ab sofort leichtfüßig weiter schwebt. Frage meiner Nichte: was macht der mit dem „Luftaball“? 🙂

Was heißt wohl „Daumenlutscher“ …?

Heute hab ich Stunden damit verbracht, zu versuchen, mit meinem gar nicht mal so schlechten Schulfranzösisch AGBs in französischer Sprache zu entwirren – hat mich aber eher verwirrt. Und ales kleine Entspannungsübung zwischendurch hab ich dann mal – liegt bei so viel französisch ja nicht ganz fern – allen Ernstes darüber sinniert, was man in der Schweiz wohl sagen würde, wenn man einen kleinen Daumenlutscher vor sich hat? Der Google Übersetzer hat kein Ergebnis für Daumenlutscher, zum Thema Finger in den Mund stecken gibts auch keine wirklich gute Idee … Wie ich darauf komme? Der Gedankenweg ist zugegebenermaßen nicht ganz leicht nachvollziehbar:

Im südlichen Teil der Schweiz spricht man französisch. Meine Schweizer Patenkinder bekomme ich aufgrund der Entfernung nicht so oft „in natura“ zu Gesicht. Klar gibts Skype und WhatsApp, aber das ist für 2einhalb-Jährige bei weitem nicht abwechslungsreich genug, um sich der Patentante stundenlang in allen Facetten zu präsentieren. Insofern sind meine Live-Erlebnisse selten und äusserst kostbar! Hin und wieder bekomme ich mal einen Anruf, in dem auch ein paar Brocken französische Sprache einfließen.
Zum Jahresende war die ganze Familie zu Besuch in der alten Heimat, für die Jüngste in der Familie ja eigentlich gar nicht, denn sie hat hier nie gelebt. Dennoch scheint sie sich in der Umgebung genauso wohl zu fühlen wie der Rest der Familie. Um etwas Energie abzuleiten hab ich mir angewöhnt, mit ihrem großen Bruder nicht nur zu toben, sondern ich versuche immer, ein paar Yoga-Übungen einzubauen, damit der wilde Übermut verbissen versuchen muss, im Gleichgewicht zu bleiben. Gar nicht so einfach – wir gehen ins Dreieck, der Große findet’s sogar ganz schön schwer. Rücken strecken, Fersen auf den Boden, geht gar nicht bei ihm.

Plötzlich ein überraschter Ausruf des uns beobachtenden Herrn Papas: S. macht’s nämlich ohne Anstrengung, mit natürlicher Eleganz und kindlicher Begeisterung macht sie einfach mit. Das muss auf Foto gebannt werden … Danach ist sie mächtig energiegeladen, sehr positiv, doch irgendwann schläft sie – selig am Mittel- und Ringfinger nuckelnd – im Buggy ein. Finger im Mund haben auf den kleinen Sonnenschein eine herrlich beruhigende Wirkung 🙂 Hoffentlich hat’s später auch geholfen, denn sie hört in der fremden Umgebung ungewohnte Geräusche – und hat Angst, dass ein Elefant in die Wohnung eindringen könnte….

So süss, wie selbstbewusst und gleichzeitig ängstlich Mademoiselle ist. Und es erinnert mich an ein anderes kleines Mädchen, das permanent am Daumen gelutscht hat. Und wer jetzt immer noch nicht nachvollziehen kann, wie sich meine Gedankenschleife dreht: ich wollte einfach mal wissen, was Daumenlutscher auf französisch heißt 🙂