Archiv der Kategorie: sonst vergess ichs

Sonntag morgens im Wald

Eben hab ich meine morgendliche Runde durch den heimischen Wald gedreht. Warum hab ich da eigentlich nie eine Kamera (wahlweise in echt oder iPhone) dabei? Ganz konkret: ich habe unterwegs ein Kleinstfußballfeld entdeckt. Zwei Toräste, dazwischen eine Spielfeldlinie aus dünnem Ast, drum rum Moos und Gras, fast wie äußerst bequeme Tribünen. Hm, und jetzt meine Frage an alle Patenkinder, Kinder und Kinderseelen: spielen die Mäuse im Wald heimlich Fußball, vielleicht sogar Liga, Meisterschaften und Champions-League? Und im Finale trifft FC Feldmäuse auf BV Waldmaus? Schönen Sonntag – und ab sofort To-Do-Liste fuer mich: immer irgendeine Kamera einstecken.

Verstecken spielen

Manchmal brauchts nicht viel – und genau das Einfache macht trotzdem mehr Spaß, als alles, was man auf der Welt für viel Geld an Spielzeug und Entertainment kaufen könnte. Im Moment liebt die süßeste aller Nichten es, sich unter Deckenbergen zu verstecken. Es reicht schon, dass sie sich einfach eine große Decke überwirft und jemand sie sucht. Muss natürlich wortreich und laut passieren: „Wo ist sie denn, wo steckt sie nur, ich seh sie gar nicht mehr?“. Schon ertönt herzhaft ein glockenhelles Lachen: „Hier bin ich, in meinem Versteck“. Und dieses Spiel lässt sich herrlich variieren: man kann sich hinter dem Sofa ducken, hinter Bäumen oder Sträuchen in Deckung gehen, oder die wahrhafte Königsdisziplin versuchen: alle möglichen Möbel oder Gartenutensilien mit ins Versteckspiel integrieren. Also Decken zum Beispiel über eine Sofalehne, einen Stuhl, viele Kissen und noch viel mehr legen – und eine Höhle bauen. DANN versteckt sich nicht nur meine Nichte. Mit ihr in der Höhle sitzen der Coco-Hase, die eine Puppe, der Bär, der Esel, die andere Puppe … alles, was irgendwie reingeht. Und alle verstecken sich. Vor dem Erwachsenen, der suchen muss. Manchmal muss die Oma mit in die Höhle unter dem Tisch. Das ist ein wahrhaft göttliches Vergnügen. Und man kann es endlos lange spielen. Und immer wieder neu variiieren. Und alle Erwachsenen mit einbeziehen. Kinder auch – aber mit Erwachsenen macht es, zumindest ihr, anscheinend mehr Spaß. Und – ja, das geb ich ganz ehrlich zu – mir meistens auch 🙂

Die Brigitte…

Les ich durchaus sehr gerne, aber finde ich gerechtfertigt, dass sie jetzt garantiert vom NSU-Prozess berichten darf? Und will ich darüber in einem Frauenmagazin lesen? Wichtiger: will ich so viele Meinungen dazu lesen? Puh, so geht Schlagzeile heute! Und wie viel dazu wohl allein heute schon publiziert wurden? Wie viele heute abend wohl über Deutschlands wirklich wichtige Themen diskutieren? also: Darf Brigitte das? Und darf der Ulli Hoeness das? War gestern abend tatsächlich zum zweiten Mal Thema einer Runde bei Jauch, so illuster, dass ich gleich mal beschlossen habe, mich anderweitig berieseln zu lassen …
Mir fehlen heute etwas die Worte. Und Punkt.

Projekt 2013

Gestern hat mein lieber Freund Andi unter der Überschrift „Projekt 2013“ eine kurze und – wie ich finde – äußerst einprägsame Projektbeschreibung notiert: „Viel mehr von dem, worauf ich Lust habe, was mir Spaß macht und mich motiviert… und auch mal ’ne Pause machen und den Ausblick genießen :-)“

Darin verpackt sind viele Themen, die er gar nicht erwähnt hat: Stress, Termindruck, Projektlaufpläne, Kollegen, die nerven, Kunden, die nerven, Ideen, die nicht realisierbar sind, Budgets, die man ohnehin nicht einhalten kann, …

Da ich diesen Projektplan so unwahrscheinlich nachahmenswert finde habe ich ihn mir einfach geklaut, um ihn zu teilen und weiter zu verbreiten. Denn ich bin sicher, dass sich hier noch der ein oder andere Nachahmer findet. Mal angenommen, wir schreiben das jetzt mal alle als wichtigste Punkte auf unsere To-Do-Listen, dann bleibt ganz bestimmt Zeit für eine sonnige Pause außerhalb des Büros? Für ein Lachen mit Kollegen? Für viel mehr von allem, was Spaß macht und jeden von uns motiviert? So dass man Lust auf Arbeit hat und morgens aufsteht, um gerne hinzugehen. Abends aber auch gerne nach Hause geht und seiner Umgebung erzählt, wie toll der Tag war?

In diesem Sinne: einen schönen Abend wünsch ich allen, die das jetzt lesen. Und wenn meine Patenkinder in ein paar Jahren auch in der Tretmühle stecken hoffe ich sehr, dass ihr diesen Projektplan lest, verinnerlicht und für euch umsetzen könnt!