Archiv der Kategorie: sonntagsfreude

Sonntagsfreude: Sommertag

Was war das gestern von früh bis spät für ein traumhafter Sommertag? Und für Nichte 2.0 sehr besonders, denn sie hatte ihre Tante einen herrlich langen Tag lang ganz allein für sich. Für Zweitgeborene ist das nicht normal, sie „hecheln“ immer den großen Geschwistern hinterher. Und alleine mit der Tante gibt’s deshalb nicht. Normalerweise. Denn wenn die große Schwester mit ihrem Papa segeln am See geht, dann kann die mittlerweile mittlere Schwester auch mal „Chef“ sein. Wir haben gestern ganz viel oder auch ganz wenig gemacht, Definitionssache. Hauptsache, das intensiv. Und ich würde sagen, sowohl die neue Schaukelanlage als auch das Planschbecken wurden ausreichend gewürdigt. Zu schade, dass es doch ganz schnell ganz viel zu viel ist. Aber ich hoffe, das Schlafen – und „wir“ schlafen noch – hat geholfen, damit wir heute entspannt alle zusammen noch ein paar schöne Stunden verbringen können.

Sonntagsfreude: Mein Weg

Ich kann nicht sagen, dass ich seit kurzem mehr gehen würde. Das Bewegen an der frischen Luft hat schon immer zu meinem Leben gehört. Vielleicht noch nicht als Kind, da war der Spaziergang eher ein notwendiges Übel, um ein Ziel zu erreichen. Dann kamen die Hunde und die Notwendigkeit der Gassirunde. Und irgendwann hat sich das umgekehrt: ich wollte gehen und der Hund musste mit. Ob er wollte oder nicht. Ich hab mir rund um meinen Heimatort viele Wege erwandert. Mal sind es kürzere, oft auch längere Strecken. Ich kann mich auch an Zeiten erinnern, in denen es mich weniger hinaus gezogen hat. Aber: es fehlt etwas, wenn ich nicht gehe … es scheint, dieses Laufen durch die Natur gehört fest zu mir.

Es tut mir gut, ich laufe auf meinen eigenen Füßen, so weit sie mich tragen. Ich atme nicht nur die Luft, ich atme auch die Ruhe, die Düfte, die Bilder … gehen spricht in meinem Fall sehr viele Sinne an. Und heute zum Beispiel war das lang bevor andere Menschen ihr Bett verlassen ein traumhafter Sonnenaufgang, Holunder und Gras in der Nase, der Welt beim Aufwachen zusehen – menschenleer, und fast so ruhig, wie in den ersten Tagen der Ausgangsbeschränkung. Das tut so unfassbar gut – und die Bilder wirken in mir nach …

Sonntagsfreude: Tantenmomente 2.0

Als ich zum zweiten Mal Tante geworden bin hab ich gedacht, dass ich so als Tanten-Nichten-Chaos-Team schon so ziemlich alles erlebt hab – und mich auf viele zweite Male gefreut. Tatsächlich ist es so, dass wir jetzt ein 3er-Team sind. Also meistens, außer wenn eine bockt … aber davon wollte ich jetzt gar nicht berichten. Sondern über alles, was mit Nichte 2.0 so ganz neu und anders und sehr aufregend ist: zum Beispiel hat mir meine zweite Nichte heute früh die Zähne geputzt. Und die Haare gekämmt. Zweiteres machen wir schon etwas länger, das Zähneputzen kam heute neu dazu. Zuckersüß.

Gestern waren alle Mädels zu einem Termin unterwegs, weil Nichte 3.0 und ihre Mama sind von der Geburt noch etwas „verrenkt“. Und wenn die zwei einen Wohlfühltermin haben kommen einfach alle mit. Beim Warten hatte 2.0 Durst, außer einer Thermoskanne in der Wickeltasche war nix da … also testet die Tante, Nichte 1.0 weiß auch nicht, ob das Tee sein könnte, schwups, trinkt 2.0 – ja, liebe Mütter, ich weiß. Da saß ich auf der Leitung. Zum Glück war zwar das Gebrüll groß, aber das Wasser war nicht brühend heiß … und sie hat es auch nicht wirklich getrunken. Glück gehabt. Aber schon BLut und Wasser geschwitzt …

Keine Frage, dass auch die bezaubernde Nichte weiterhin für erste Male gut ist: aus Langeweile hat sie Bilder auf meinem Handy geschaut. Und dabei den Notruf angerufen … Das waren zugegeben wie immer aufregende 24 Stunden Tanten-Nichten-Besuch. Aber immerhin haben wir uns endlich wieder gesehen. Und wie 2.0 so schön gesagt hat: „Tante Coco, bleib doch einfach, für immer und ewig.“ ❤