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Kochen auf dem Holzofen: Spaghetti Bolo

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Da ist mir neulich doch tatsächlich – nach dem Kochen einer Bolognese-Sauce auf dem heimischen Holzofen – aufgefallen, dass das hier tatsächlich noch gar nicht niedergeschrieben wurde. Geht natürlich gar nicht. Aus Gründen. Erstens kocht sich das auf dem Holzofen quasi nebenbei. Und dann ist Spaghetti Bolo definitiv ein Essen, das glücklich macht. Insofern – los gehts:

da der Holzofen in diesen Tagen früh noch mal ordentlich angeschürt wird, weil es tatsächlich etwas zapfig draußen ist, einfach weiter nachheizen. Dann eine Pfanne oder einen niedrigen Topf aufsetzen und etwas Öl zum Anbraten heiß werden lassen. Im ersten Schritt Zwiebel in Würfeln und Tomatenmark anschwitzen, dann miteinander verrühren und etwas auf die Seite schieben. Auf der anderen Seite Hackfleisch gut anbraten. Alles vermischen.

Mit Salz und Pfeffer würzen, klein geraspelte Karotte und Knollensellerie kurz mit anbraten, dann alles gut vermischen und mit Brühe ablöschen. Ich gebe jetzt auch schon geschmackgebende Kräuter dazu, da eignet sich beispielsweise Majoran, Oregano, Thymian, Petersilie oder Rosmarin – gleichermaßen frisch oder getrocknet. Das alles darf in aller Ruhe vor sich hin schmurgeln, gerne so 2 Stunden. Den Ofen regelmäßig nachheizen. Etwa 45 Minuten, bevor das Essen serviert werden soll, den Holzofen noch mal kräftig nachheizen und einen Topf mit heißem Wasser zum Kochen bringen, dann die Spaghetti al dente kochen.

Während die Nudeln fertig werden rühre ich noch ein im letzten Herbst eingekochtes Tomatensugo unter und würze die Bolo bei Bedarf nach. Spaghetti unter die Sauce ziehen und portionsweise in einem tiefen Teller anrichten. Mit frisch geriebenem Parmesan servieren – guten Appetit.

PS: im Idealfall reicht eine Gabel zum Aufdrehen. Für meinen Papa muss man Messer und Löffel reichen, ihn „nervt das Getue mit den langen Nudeln“. 😉

Kochen auf dem Holzofen: Nudeln mit Feta & so

Ein netter Nebeneffekt meines Umzugs: ich darf den elterlichen Holzofen, der morgens ohnehin angeheizt wird, etwas öfter ausnutzen, als das bislang der Fall war. So hab ich kürzlich eingekauft, um die überall so gehypte Feta Pasta zuzubereiten. In der klassischen Form mit geschmorten Tomaten irgendwie nicht meins – aber: ich hatte Schafskäse übrig. Auf der Suche nach Pinienkernen hab ich eine angebrochene Packung Mandeln – und bei so vielen Resten, die wegmusste , eine Idee gefunden:

Auf dem Holzofen einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und darin eine halbe Packung Pasta, in meinem Fall waren es Farfalle, al dente kochen und abgießen. Warm stellen.

In einem weiteren Topf etwas Zucker und damit den Rest Mandeln karamellisieren. Die entweder beiseite stellen, auf dem Holzofen dürfen sie aber auch im Topf bleiben. Jetzt ungefähr 250 g tiefgekühlten Blattspinat erwärmen, einmal aufkochen, dann nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Wer mag, es passen auch Gewürze wie Muskatnuss, Chiliflocken, Curry oder Curcuma dazu, einfach vom eigenen Geschmack leiten lassen.

Warme Nudeln dazugeben, den Feta in Stücke brechen und alles verrühren. Ein paar Minuten nachziehen lassen. Wenn sich Flüssigkeit absetzt sollte die sich mit dem Feta sämig verbinden.

Rausgekommen ist in meinem Fall: 1 x Mittagessen warm im Homeoffice, 1 x Abendessen als kalter Nudelsalat, 1 x Mittagessen aufgewärmt im Büro. Ich finde, das ist nachhaltige Resteverwertung 😋

Vanillekipferl

Seit einem Backevent meiner früheren Agentur backe ich jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit Vanillekipferl. Ganz traditionell, ohne Schnickschnack, aber „sauguad“. Dieses Jahr hab ich DAS Rezept nicht mehr gefunden. Muss wohl vom seit dem Umbau bekannten Hauskobold verschlampert worden sein. Aber ich hab nach viel Suchen eines gefunden, das schon sehr nah an dem ist, wie ich es schon die Jahre vorher gebacken hab. Und damit ich es wiederfinde poste ich es – auch als Beitrag zu Annas Adventszeit-Aktion – als Blogbeitrag:

  • 130 g Puderzucker mit 250 g Mehl in eine Schüssel fein sieben (wichtig!),
  • dazu 130 g feingemahlene Mandeln oder Nüsse,
  • 25 g Vanillezucker,
  • 1 Msp Backpulver,
  • 3 Eidotter und
  • 200 g weiche Butter in kleinen Stücken.

Am besten mit den Händen alles gut zu einem glatten Teig verkneten. Diesen in gleichmäßig dicke Rollen formen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag gleichmäßige Stücke von der Rolle abschneiden, erst zu Kugeln, dann in Kipferl-Form rollen. Mit ausreichend Abstand auf einem Backblech auslegen und bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für 10 Minuten in den Backofen.

Nur ganz kurz abkühlen lassen, damit die noch weichen Kipferl nicht auseinander brechen. Dann direkt in einer Mischung aus reichlich Puderzucker, braunem Rohrzucker und Vanillezucker „baden“, ich ertränke sie und klopfe zu viel einfach ab.

Den Vanillezucker mach ich übrigens meist selbst: eine Vanilleschote gründlich auskratzen und mit Zucker mischen. Die ausgekratzte Schale geb ich mit ins Zuckerglas  und entferne es vor dem Verwenden, gibt noch viel Aroma ab.

Ja ich weiß, meine haben nicht die typische Form – aber ich mag sie so, wie ich sie hinbekomme. Dem Geschmack ist es nämlich eigentlich total egal, wie die Kipferl ausschauen … oder?

Kochen auf dem Holzofen: Pasta mit Hackbällchen

Mit den kalten Monaten kommt wieder die Zeit, am Holzofen in der elterlichen Küche zu experimentieren. So kann man angenehme Heizwärme mit leckerem Essen kombinieren. Dieses Mal hab ich mich am Klassiker aus der amerikanischen oder auch italienischen Küche versucht. Dazu erst mal die Hackbällchen vorbereiten.

  • Ich hab 400 g Rinderhackfleisch mit 250 gemischtem Hack erst mal gut durchgeknetet.
  • Dazu 2 Scheiben Dinkeltoastbrot (ich hab die Weichen Ränder dran gelassen, kann man auch abschneiden) und 1 Ei geben.
  • 1 Handvoll Petersilie und 1 kleine Zwiebel fein hacken und mit ca. 75 g geriebenem Parmesan untermischen.
  • Alles sehr gut durchkneten und mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Abgedeckt durchziehen lassen.
  • In der Zeit den Ofen gut anheizen. Eine feuerfeste Form mit einem Schuss Olivenöl vorbereiten und auf der Ofenplatte anwärmen lassen.
  • Jetzt mit einem Teelöffel je eine Portion Hackmasse abstechen und zu einem Bällchen formen. Alle in die Form geben. Form für etwa 25 Minuten ins Ofenrohr, bis die Bällchen eine schöne Farbe haben.
  • Auf der Herdplatte einen großen Topf mit Wasser erhitzen, Pata ins sprudelnde Wasser geben und nach Packungsanweisung al dente kochen.
  • In einem Topf etwa 750 g Tomatensugo erhitzen, Hackbällchen im Sugo erhitzen und noch ein paar Minuten köcheln lassen.
  • Sauce bei Bedarf noch mal nachwürzen und mit der Pasta gut vermischen – servieren. Zu viel: Schmeckt auch aufgewärmt oder mit Käse überbacken 😉

In Disneys Filmklassiker gibt’s Spaghetti – und das gemeinsame Verspeisen endet in einem verliebten Kuss. An die Szene konnte ich mich gar nicht erinnern, aber Spaghetti mit Meatballs spielt auch in einer Episode meiner Kultserie Gilmore Girls eine wichtige Rolle, die das quasi „zitiert“. Und ich hab mir sagen lassen, dass das auch ein beliebtes Essen bei Kindern ist. Also mir hat’s richtig gut geschmeckt. Guten Appetit 😋