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Familiengeschichten: Alle zum Lachen bringen

Ein Nachtrag zu den Familenfeierlichkeiten der letzten Wochen: Nach der ganzen Feierei saß die Familie Sonntag zum Resteessen zusammen. Auch der Cookie-Katze haben die Nichten etwas Nudelsalat abgegeben, ist ja mehr als genug für alle da. Schließlich räumt meine Schwester den Tisch ab. Die immer noch sauschwere, etwa halbvolle Schüssel mit dem übrigen Nudelsalat ist ihr zu viel, muss ihr Ehemann tragen, der sich schließlich als frischer Herzinfarktpatient viel bewegen soll.

Als die beiden außer Hörweite sind kommentiert die bezaubernde Nichte trocken: „Phhh, zu schwer, echt, Mama wird aber auch immer älter …“ und schon muss der Rest der Familie so was von herzlich lachen. Ich vermute, ihr hat keiner den Grund für die plötzliche Heiterkeit verraten .

Dagegen I Dafür

Ziemlich gelungen fand ich Sonntag die Rede des Herrn Papa für seine Kommunionkind-Tochter Mademoiselle. Er hatte einen Ausdruck dabei, darauf zu sehen eine Uli Stein Karikatur mit großem Schriftzug „Dagegen“. Den hatte er ihr vor ein paar Wochen symbolisch an die Zimmertür gepinnt … ob sie wisse, warum. „Naja, weil ich halt öfter mal dagegen bin …“

Stimmt, was ja auch gut sei, wenn man als junger Mensch schon eine eigene Meinung habe. Und die auch dann vertrete, wenn es allen anderen schwer falle, das zu akzeptieren. Wünschenswert wäre, so der Papa, wenn aus dem konstanten „dagegen“ öfter mal ein „dafür“ werde. So wie neulich, als seine Tochter sich partout geweigert habe, vom reichlichen, köstlichen Spargel zu kosten, um dann das letzte Stück zu probieren – und mehr zu wollen. Tja …

Für dieses neue „dafür“ hat er ihr auch einen Uli Stein Cartoon mitgebracht, der nun als Partner von „dagegen“ aufgehängt wird. Wir blicken alle neugierig in die Zukunft und freuen uns auf die kommenden Veränderungen.

Ansonsten haben wir den Regentag drinnen verbracht, in einem angenehm kurzen Gottesdienst und anschließend beim ausgiebigen Verwöhntwerden in der Gaststätte des Vertrauens. Auch wenn das Kommunionkind das Menü nicht ausgewählt hatte waren wir kulinarisch schwer begeistert. Satte, zufriedene Gäste, einen Berg Geschenke, gemütliche Stunden – genau so soll eine Feier sein. Ohne dafür oder dagegen 😊

Ein Rückblick auf die weihnachtlichen Familientage

Die wichtigste Erkenntnis aus den vergangenen Tagen lautet: zwei Nichten bedeuten doppelt viele Momente, die aufgeschrieben werden sollten, um sich an sie zu erinnern. Tanten müssen allerdings auch deutlich Abstriche der verbleibenden Zeitfenster für eigene Erlebnisse einplanen. Wenn dann auch noch die ganze Familie ankündigt, den Oma Pflegefall mitzuversorgen … ja, dann gibt’s richtig „ruhige“ Weihnachten.

Gut, Sarkasmusmodus aus. Es war nicht ganz so schlimm. Aber man merkt doch, dass unterschiedliche Familienmitglieder unterschiedliche Vorstellungen von vorsorglichen und spontanen Hilfestellungen für eine frisch operierte Oma haben. Und man muss verdammt schnell sein, sonst macht sie alles selbst 😉😊

Was in Erinnerung bleiben sollte:

  • Wir hatten definitiv mehr als genug zu futtern, keiner musste Hunger leiden, obwohl ich maximal die Hälfte von dem eingekauft habe, was meine Mutter für das Nötigste hielt.
  • Nicht mal die Plätzchen sind ausgegangen?!?
  • Ich hab’s irgendwie geschafft, das ganze Haus zu putzen und alles zu waschen, wie sich meine Mama das gewünscht hat.
  • Der heilige Abend war richtig schön ruhig.
  • Am ersten Weihnachtsfeiertag bis zum Nachmittag ebenfalls, erst als die Nichten samt Eltern zum Abendessen erschienen kam Leben in die Bude.
  • Alle haben super Geschenke bekommen, die bezaubernde Nichte einen tollen Sitzsack, Nichte 2.0 eine eigene Schaukel – und viel, viel mehr (wo wir uns doch alle gar nix schenken?), darunter viele selbstgebastelte Überraschungen. Und endlich ein Fotoalbum von der Hochzeit unseres kleinen Bruders für meine Eltern.
  • Ich hab einen Herzgutschein für einen Mädelsabend von der bezaubernden Nichte bekommen, ich würd mal sagen: ALLES richtig gemacht.
  • Den neuen Sitzsack haben wir zu dritt beim Sissi-Schauen eingeweiht – und Nichte 2.0 winkt mindestens so huldvoll wie die junge Kaiserin, jawoll!
  • Das Familienessen war ein weiteres Kochexperiment auf dem Holzofen, beschreibe ich noch mal separat – kein Nachtisch war eine super Idee, es sind immer noch Plätzchen übrig …
  • Nachdem die Eltern und die kleine Schwester etwas tränenreich abgereist waren begannen die „tiefenentspannten“ Mädelstage. Theoretisch, weil die ein oder andere Befindlichkeit, die muss dann doch noch motzig angebracht werden. Und Böcken und sich im Bad einsperren und so. Wie immer, dazwischen sind die schönen Momente, die müssen wir in der Erinnerung behalten, über den Rest lassen wir die Schleier des Vergessens wehen?
  • Ein lästiger Wackelzahn weniger – und endlich war die Tante beim tapferen Entfernen des Störenfrieds live und in Farbe dabei, nicht nur in Form von WhatsApp-Berichterstattung 😉
  • Wir haben ein nicht mal 24 Stunden altes Kälbchen besucht und es gab einen Abstecher zum Italiener mit Pizza. Leibgerichte: ✅
  • Die Reste waren der ideale Snack nach dem Reitausflug bei der immer noch lädierten Ponydame – brrr, bitterkalt, aber wunderschön war’s, und zum Glück klappte mit Unterstützung der Pferdefreundin, die echt eine grandiose Reitlehrerin für Reitermädels ist, sogar ein bisserl Traben: ✅
  • Am Reiterhof war zwar kein Parcours aufgebaut, aber der neue Schleich-Turnierplatz wurde mehrfach aufgebaut und ist schon jetzt heißgeliebt.
  • Da die Oma seit Freitag Vormittag in der Reha ist haben wir sie auf dem Heimweg besucht, uns überzeugt, dass sie ein schönes Zimmer für die kommenden drei Wochen hat (und ihren Koffer ausgepackt, sonst macht sie es doch glatt statt striktem Verbot selber) – als Dankeschön hat sie uns zu einer heißen Schokolade eingeladen, hm, lecker.
  • Gut gestärkt machten wir uns dann auf die Fahrt ins neue Zuhause – und wie so oft konnten wir unser Glück gar nicht fassen: unseren Weg Richtung Nordwest begleitete ein traumhafter Sonnenuntergang, das Abendrot leuchtete uns „ewig“, das half die erste Hälfte der Fahrt sogar gegen die dumme Reiseübelkeit … (zum Glück gibt’s Kügelchen, die helfen, kein Wunder, steckt ja quasi mein Spitzname Coco in Cocculus, wie ich gestern feststellt, was mir ein verschmitztes „Coco, du bist manchmal soooo kindisch“ von der bezaubernden Nichte einbrachte, jaaaa, und wie gerne 😉)
  • Zum krönenden Abschluss gabs den Fernsehfilm vom doppelten Lottchen in der modernen Version, das war tatsächlich was für uns Mädels!!!
  • Und jetzt vermissen mich die beiden Nichten, aber ich mein trotzdem, dass ich mich auch etwas kurieren muss, der Schleim sitzt fest und der Hals kratzt, ich werd mich mal aufs Gesundwerden fokussieren, das klappt bei Erwachsenen doch besser, wenn man nicht immer spielen muss 😉

Garten-Kino

Der Garten im neuen Zuhause der Nichten ist der Hit, wenns um tierische Beobachtungen geht. Die zur Familie gehörenden Hasen sind zwischenzeitlich ins ausbruchsichere Winterdomizil umgezogen – und auch die Hornissen scheinen ihr Vogelhaus bereits verlassen zu haben. Weiterhin leben die beiden Igel im hinteren Gartenbereich, wo ihnen die bezaubernde Nichte eine Vielzahl von Unterschlupfmöglichkeiten aufgeschichtet hat.

Vor allem Vögel aller Größen und Gattungen bereichern das Entertainmentprogramm rund ums Haus. Dazu gehören diebische Elstern ebenso wie trällernde Amseln oder freche Spatzen. Hin und wieder schauen auch Tauben vorbei.

Am Wochenende hab ich jetzt eine ganz aufgeregte Nachricht bekommen, Sonntag haben die Damen während des Mittagessens sogar ein Eisvogel an der Vogeltränke erspäht – selbst wenn’s „nur“ ein sehr ähnlich aussehender Bienenfresser war, sensationell, was da an natürlichem Kino-Programm auf der anderen Seite des Fenster geboten wird?!

Fotos gibts nicht von dem seltenen Besucher, auf ein kindlich-lautes „Booh“ reagieren tierische Protagonisten doch recht eindeutig mit Flucht woandershin 🤔😊😉