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Der eine Wunsch ans Universum

Es gibt die wunderbare Phantasie, dass eine gute Fee vorbeikommt und einem 3 Wünsche erfüllt. Nun ist es meistens im Leben ja so, dass man sich bei 3 gar nicht beschränken kann! Was aber, wenn man gefragt wird, was der eine Wunsch ist, das, was man sich – egal wie, aber mit jeder Faser des Körpers, mit jedem Gedanken, jedem Atemzug – herbeiwünscht, herbeisehnt, an nichts anderes denken kann.

Ich kann mich gut an die Wünsche (man beachte den Plural) meiner Kindheit erinnern: ich wollte den verborgenen Schatz auf dem Dachboden entdecken. Meine Familie sollte ein altes Adelsgeschlecht sein. Wir würden in ein Schloss übersiedeln. Reichtum (also viel Geld, so viel, dass man alles kaufen kann).

Später hatten die Wünsche ans Universum dann männliche Vornamen, waren einige Christians, Mikes, Tommys oder Stefans dabei.

Dann wollte ich das Abitur bestehen, das Studium abschliessen, mein Praktikum in der Agentur bekommen. Später zum zweiten Mal die weibliche Hauptrolle in einem Theaterstück spielen ….
Viel davon hat geklappt, das Universum hat mir viele einzigartige, besondere Wünsche erfüllt. Nicht alle – nur die, die ich selbst beeinflussen konnte. Alles, wozu ich selbst – und nur ich selbst – beitragen konnte, hat, wenn ich so zurückblicke, geklappt. Was ich mir nicht zugetraut habe hat auch nicht funktioniert. Und manche Herzenswünsche sind zwar meine, aber es gehört noch jemand dazu, ein zweiter Mensch, der ebenfalls seinen Wunsch ans Universum schicken müsste. Und das Leben lehrt: da reicht ein Mensch nicht. Das müssen beide wollen!

Schön, dennoch bin ich zuversichtlich: was ich wirklich will kann in Erfüllung gehen. Und oft ist es so, dass man im Rückblich ehrlich zu sich sein muss: das wollte ich wohl nicht wirklich, nur halbherzig, ich habe nicht alles getan, um es mir zu erfüllen. Jeder von uns hat sein Leben, und zwar nur sein eigenes, in seiner Hand. Es liegt an uns, was wir daraus machen. Es gibt Wegbegleiter, wenige wertvolle Menschen, die mal mehr, mal weniger Einfluss auf die Richtung, Kurven, Umwege usw. haben. Aber keine Ausreden: nur ich kenne meinen Wunsch ans Universum – also muss ich mich darum kümmern, dass er in Erfüllung geht!

Und keine Sorge meine lieben Patenkinder: ihr seid nicht allein. Es gibt viele liebe Wegbegleiter, die euch freundschaftlich unterstützen werden, euch mit Fragen und Antworten helfen, wenn ihr sie braucht, und euch vertrauen, wenn ihr entscheidet 🙂 Ihr seid heute schon wunderbare kleine Menschen und ich freu mich darauf, eure Wünsche ans Universum kennenzulernen und mich mit euch zu freuen, wenn sie in Erfüllung gehen!

Zeit im Wald oder Wiesn-Wahnsinn?

In meinem Alter eigentlich gar keine Frage: als Bewohner der Stadt München geht man auf die Wiesn! Von Anfang an, so oft möglich, das ist als Oktoberfest-Fan keine Verpflichtung, sondern viel Spaß! Finde ich auch – aber in diesem Jahr werde ich die Wochenenden konsequent schwänzen! Zum Auftakt bei schlechtem Wetter mit Tausenden vorm Zelteingang quetschen? Bei Regen? Keine Lust! Beim schönsten Herbstwetter im stickigen Zelt, trinken, essen, schreien (sonst hört das Gegenüber nix…)? Nein danke!

Dieses Jahr mach ich’s wie die „alten Münchner“: wenige Male auf die Wiesn, gut geplant mit Reservierung oder spontan abends bei schönem Wetter draußen. Den Rest spar ich mir und meine kostbaren Wochenenden geh ich in den Wald, so wie heute: die Tante samt Patenkind, Eltern, Großeltern. Schwammerl suchen 🙂 Gut, wir haben vor allem Fliegenpilze gefunden, ist aber gut, um zu sagen „die nicht“! Und das Wetter war traumhaft. Und mit Kind im Wald ist toll, das ist echt eine andere Welt. Die Kleine sieht so viel, was wir Erwachsene übersehen. Und sie traut sich so viel zu, ist abenteuerlustig, entdeckt, stöbert…. Macht sooo viel Spaß!
Die Alternative würde heißen mit Großfamilie auf die Wiesn. Würde ihr bestimmt auch Spaß machen, es gibt viel zu sehen, alles bunt, laut, in Bewegung. Bei schönem Wetter gibt’s fuer Kids viel zu entdecken, Karussel, Spielzeug, Süßkram… Nur: braucht eine Zweijährige das? Und kann sie sich später dran erinnern? Wahrscheinlich nicht. Und für uns Erwachsene war der Ausflug in den Wald super erholsam – insofern: hat allen Spaß gemacht. Und nicht nur, als die Oma über einen Baumstumpf gestolpert ist!
Auf die Wiesn komm ich früh genug – und hoffentlich geht’s nächstes Wochenende wieder auf Pilzsuche in den Wald!

Vergeht die Zeit wirklich schneller, wenn wir älter werden?

Schon ist Montag, dabei war doch gerade noch Freitag abend und die Vorfreude aufs Wochenende riesig groß? Zwei ganze Tage voll Freizeit und gar nicht viel vor, trotzdem 1-2-3 wars auch schon wieder vorbei. Geht euch das auch manchmal so?

Und dann stelle ich mir mal wieder die Frage: war das schon immer so? Oder vergeht das Leben einfach nur schneller, wenn man älter wird? Als Kind waren die Tage doch viiiiieeeel länger? Oder? Also, wenn ich zurückdenke: die Sommerferien haben unendlich und noch einen Tag länger gedauert. Doof eigentlich, denn damals habe ich nichts sehnlicher herbeigesehnt als den ersten Schultag. Endlich alle Freunde wiedersehen, endlich wieder ein geregeltes Leben, gut, die Schulstunden, aber zum Start in den Tag leckeren Kaba (gabs damals wenn ich mich richtig erinnere wirklich jeden Tag), Warten auf den Bus an der Bushaltestelle, die Schulranzen ordentlich hintereinander aufgereiht, sodass die Reihenfolge des Einsteigens auch gerecht nach der Ankunft des Einzelnen geordent abläuft, die Busfahrt, ins Klassenzimmer laufen – der Gong zur ersten Pause. Hach, so ein Schultag hat endlos lange gedauert, mittags wars vorbei, die Fahrt nach Hause, Mittagessen, Hausaufgaben – udn danach endlose Stunden draußen spielen, toben. Der Abend kam nie. Die Tage haben als Kind und zu Schulzeiten definitiv unendlich lange gedauert. Muss so sein!?

Und am schlimmsten war es, auf etwas zu warten: Weihnachten, Geburtstag, Geschenke – da hat die Wartezeit noch mal mindestens dreimal so lange gedauert. Die Tage haben sich endlos hingezogen? Vor allem, wenn es der letzte Tag vor Weihnachten war? Oder der letzte Tag vor dem Geburtstag? Grausam lange …

Ich kann mich auch als Teenager erinnern, dass alles endlos gedauert hat, vor allem, bis man seinen jeweiligen Schwarm ENDLICH wiedergesehen hat. Nur Tage vor Prüfungen, die waren immer viel zu schnell um!

Vielleicht liegt es daran: vielleicht ist es als Erwachsener immer so, dass man von Terminen gejagt wird, die eher unangenehm sind? Nichts, was man herbeisehnt? Nö, kann auch nicht sein – denn den Urlaub, den sehne ich herbei, er ist schnell da, aber noch viel schneller rum. Dates, sind immer viel zu schnell da, anstatt dass man ordentlich Zeit hätte, sich umfassend vorzubereiten, täglich Sport zu machen, um die 5 Kilo wegzubekommen, die Haut zum Strahlen und das Haar zum Glänzen zu bringen …. Nein, die Zeit vergeht einfach schneller, wenn man älter ist – ob man sich auf etwas freut, oder auch nicht.

Da hilft nur, jetzt zu leben? Also im Hier und Jetzt, ganz im Augenblick – denn dann gibts keine Vorfreude und auch keine Enttäuschung? Alles, was man braucht, ist in diesem Moment da – schön, dann geh ich jetzt heim und freue mich drauf, einfach nur keine Verpflichtung zu haben. Oder wollte ich nicht putzen? Ähm, also – mal sehen ….

Schäfchenwolken

Nach einem Tag wie heute macht es besonders viel Spaß, in den Himmel zu schauen, und da sind sie: Schäfchenwolken. Vor blauem Himmel!

Ein gutes Zeichen, denn es bedeutet: der Wetterbericht könnte tatsächlich zutreffen und die nächsten Tage werden zwar kühler, aber SCHÖN! Hurra! Mich kann sowas glücklich machen, und wie. Vor allem (ok, das wusste ich als Kind noch nicht so zu schätzen, heute dafür umso mehr): morgen ist Freitag, danach kommen zwei herrlich lange Tage Wochenende. Bei schönem Wetter mit vielen, unzähligen Möglichkeiten. Rausgehen, im Garten arbeiten, einfach nur in den Himmel schauen und sich über das schöne Wetter freuen. Alles für mich sehr erholsam. Da muss ich nicht groß verreisen, sondern kann solche Tage eigentlich überall auf der Welt genießen? Ja, geht – sogar gut.

Und gerade steigt die Vorfreude aufs Wochenende, schon das Wissen, dass ich nach draußen kann und dass mich in diesem DRAUSSEN Sonnenschein erwartet lässt meine Stimmung höher und höher wandern. Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben, die so viel wert sind. Ja genau!