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Berufstätige Tante, gefühlt Anfang 30 - leider nicht von Beruf Tante. Und deshalb "viel zu wenig" Zeit für meine mittlerweile 4 "Patenkinder". Ich denk mir oft: das müsstest du jetzt in einem Brief schreiben, das hätte ich gerne mit euch erlebt. Und es bleibt beim Vorsatz ... Ich habe mir vorgenommen, hier regelmäßig zu schreiben - wenn ich etwas erlebe, das wert ist, notiert und geteilt zu werden! Das ist die Idee - alles weitere ergibt sich.

Frühlingsgedichte

Ich bin eben über zwei wunderschöne Gedichte/Kindergedichte von Annette Andersen gestolpert: „Frühlings Wunderwelt“ und „Lob auf den Frühling“.

Frühling, du darfst gerne kommen. Ich freu mich auf dich. Auf Sonne, auf blühende Blumen, endlich wieder Farben satt, auf duftende Natur, Kinderlachen im Garten, auf die Wunder des Wachsens, auf Vogelzwitschern, steigende Temperaturen, draußen sein – einfach auf die Frühlings-Wunderwelt!

Und noch mal Ernährung

Das scheint meine Woche des Essens zu werden? Bin eben über einen Artikel auf Spiegel Online gestolpert, gesunde Ernährung fällt Arbeitnehmern schwer. Mir auch, vor allem, wenn ich stressige Phasen in der Arbeit habe. Hat aber nicht etwa damit zu tun, dass es keine Möglichkeiten gibt: im Gegenteil. Rund um meinen Arbeitsplatz sind diese sogar sehr vielfältig. Es gibt eine Kantine, die jetzt nicht absolute Spitzenküche bietet, aber abwechslungsreich ist. Und immer Alternativen anbietet. In Laufentfernung liegen Asiaten, Italiener, Griechen, bayerische Küche, Metzgereien, Bäckereien, Coffeeshops, Sandwichtheken, Obst- und Gemüsehändler, Supermärkte. Eigentlich kann ich aus dem Vollen schöpfen.

Das Problem ist nicht das Angebot und auch nicht die Zeit, die muss ich mir nur nehmen. Es ist Disziplin gefragt, meine eigene. Absurd, aber ich muss mich gerade in Stressphasen regelrecht überwinden, gesund zu essen. Nicht nur schnell was reinzustopfen, damit der Magen nicht mehr knurrt. Was mir leichtfällt, wenn das Arbeitspensum überschaubar ist, aber eben nicht, wenn ich im Stress schwimme! Insofern: es ist mal wieder an der Zeit, mich zu coachen: auch in unentspannten Zeiten muss eine erholsame Mittagspause mit vernünftigem Essen möglich sein. So wie heute, sogar mit einem unerwarteten Spaziergang durch die Münchner Mittagssonne, was für ein Genuss. Und zum Nachtisch gesundes Obst, das uns mein Arbeitgeber jede Woche in die Küche stellt, damit wir „gesund bleiben“. Oder in meinem Fall hoffentlich werden 🙂

Kinderessen Teil II

Auch eine Ernährungsstrategie für Kinder stellt Frau Paltrow gerade in der PR-Kampagne für ihr neues Kochbuch vor – scheint gelungen, schließlich wird darüber seit Tagen/Wochen auf allen Kanälen heiss diskutiert. Heute habe ich dann auch noch einen netten Blogbeitrag in Muttis Nähkästchen gelesen, wie man Kids dazu bringt, dass sie sich mehr für Gemüse interessieren. Allerdings gehts dabei mehr darum, das Gemüse selber anzubauen, was für Kinder tatsächlich ganz faszinierend sein kann – als darum, wie man sein Kind dazu bringt, das selbst Gezüchtete dann auch zu essen?

Wie hat meine Freundin und Frau Mama meiner beiden Patenkinder gestern so nett kommentiert: manchmal würde man seine Kinder schon ganz gerne zum selber Einkaufen und Kochen verdonnern, vor allem, wenn man ihnen ein liebvolles Menü kredenzt und beide dann maulen, warums denn keine Pfannkuchen gibt. Ist schon gar nicht einfach, die Kids zu ernähren? Was bliebe bei meiner Nichte übrig, würde sie keine Nudeln zu sich nehmen, keine Breze essen und auch sonst Kohlehydrate verweigern? Waren Eis und Schokolade nicht auch Kohlehydrate? Huch! Da wirds dann schon schwer, ihr Nahrung zuzuführen. Hin und wieder ein Obst, Gemüse geht allenfalls als Beilage und eher zufällig (auch wenn es toll ist, beim Gemüseschnippeln zu helfen …)

Mir fällt gerade ganz liebevoll mein Patenkind Nummer 1 ein: kaum war er alt genug, um abends mit am Brotzeittisch seinen Brei gefüttert zu bekommen, hat er hingebungsvoll jeden Bissen verfolgt. Vom Teller bis zum Mund – um dann neidvoll den nächsten zu beobachten und ganz sehnsüchtig mitzukauen. Sobald er konnte hat er Baby-Essen verschmäht und viel lieber Käse, Wurst, Gemüse (ich kann mich erinnern, dass auch mein Gemüse häufig in seinem Mund verschwunden ist) genossen. Das hat zumindest ein paar Jahre echt gut funktioniert, auch wenn er heute wohl täglich Pfannkuchen essen könnte?

Mein Lieblingsessen mit Erinnerungswert mit dem Großen war übrigens auf S.s Taufe: für die Kinder gabs Essen an einem separaten Tisch, mit Nachtisch, einem großen Eis. Als später bei den Erwachsenen der Nachtisch serviert wurde kam der große Bruder ganz unauffällig auf meinen Schoß gekrochen, um scheinheilig nachzufragen, ob wir uns meinen Erwachsenen-Nachtisch teilen könnten. Wohl wissend, dass er damit noch mal eine komplette Portion allein verspeisen würde. Tja, aus dem sich gesund ernährenden Kind ist eine Naschkatze geworden – aber auch das kann sich wieder mal ändern, oder?