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Berufstätige Tante, gefühlt Anfang 30 - leider nicht von Beruf Tante. Und deshalb "viel zu wenig" Zeit für meine mittlerweile 4 "Patenkinder". Ich denk mir oft: das müsstest du jetzt in einem Brief schreiben, das hätte ich gerne mit euch erlebt. Und es bleibt beim Vorsatz ... Ich habe mir vorgenommen, hier regelmäßig zu schreiben - wenn ich etwas erlebe, das wert ist, notiert und geteilt zu werden! Das ist die Idee - alles weitere ergibt sich.

Das Osterwochenende war viel zu kurz!

Und das mein ich genau so, wie ich es sage. Es liegt nicht nur an der einen Stunde, die uns durch die Zeitumstellung geklaut wurde! Nein, irgendwie waren die letzten Jahre 4 Tage 4 Tage, also 4 x 24 Stunden. In diesem Jahr waren es gefühlt maximal 2 x 24 Stunden, so schnell ist die Zeit verflogen … Dabei hab ich vieles genau so gemacht, wie immer. Also zum Beispiel Freitag einen Frühlings-Wohnungsputz à la Katzenwäsche. Also ist zumindest die ganze Wohnung mal wieder gesaugt worden. Danach ein kurzer Ausflug ins Spa. Dann wars schon Abend. Am Samstag Ostereier färben und Mama beim Oster Hausputz helfen. Den Abend am Kachelofen genießen. Dann wars schon vorbei. Sonntag Osterfrühstück mit der ganzen Familie. Nicht ganz so, wie üblich, denn mit einer Zweijährigen am Tisch wirds etwas bunter. mein gelbes Ei ist mit Schale im Salat gelandet. Schale entfernen mit Dressing? geht, aber dauert. Nachmittags muss die Tante mit Nichte schlafen gehen. Danach waren wir megakurz draußen – dann wars schon wieder Abend. Montag endlich mal bei zwei ausgiebigen Spaziergängen viel frische Luft getankt, bei Eiseskälte, aber immerhin. Nur wars danach schon wieder abend. Und wo sind jetzt genau meine 4 freien Tage am Stück geblieben? Gut, dass eine kurze Woche ist und der erste Tag bis zum Wochenende schon rum ist 🙂

4 Highlights der letzten 4 Tage:

1. Tante zur Nichte: „Ja, is klar, du hast nur Blödsinn im Kopf – ich kenn dich schon.“ Antwort der (zweijährigen) Nichte: „Ich dich auch!“ (grinst schelmisch)

2. Ein lieber Freund wird Papa, ich freu mich, die beiden werden wunderbare Eltern!

3. Mein Hundefreund Frodo hat ein Auge weniger, dafür keinen Krebs mehr. gestern beim Spazierengehen hart man ihm das fehlende Auge schon fast nicht mehr angemerkt, ich bin so erleichtert!

4. Ich mag Ostern, Osterbräuche, bunte Eier, den Osterhasen, die Geschichten – Ostern ist toll!

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Spruch zum Wochenende: Osterhase

… auch wenn ich London so sehr genossen habe: die Meetings waren intensiv und haben Zeit gekostet, es ist zu viel Arbeit liegengeblieben, obwohl ich in den Pausen und abends im Hotel gearbeitet habe …

Zum guten Ende war beim Rückflug nach München mein Parkticket unauffindbar. Ist mir noch nie passiert, also schon wieder eine Premiere. Kostet übrigens 10 Euro Bearbeitungsgebühr und man bekommt noch nicht mal seinen Stellplatz mitgeteilt (den ich mir ja immer superkorrekt auf dem Parkticket notiere). Das Parkticket hat sich zu Hause angekommen beim Ausräumen der Laptoptasche schön ordentlich in einer Plastikhülle verpackt zu Erkennen gegeben. Hat wahrscheinlich der Osterhase versteckt?

Dafür hatte ich heute Glück: hab passend zum Winterwetter das Weihnachtsgeschenk meines kleinen Bruders eingelöst und mir Entspannung in einem Münchner Spa gegönnt. Gebucht waren ca. 30 Minuten Nackenmassage. Anscheinend haben mich die Damen am Empfang verwechselt? Habe ein tolles Peeling und eine Ölmassage zusätzlich bekommen. Ich bin gerade sehr entspannt! Und freu mich aufs Wochenende, aufs Eierfärben morgen und das Ostereiersuchen mit meiner Nichte am Sonntag.

Dazu passend mein Spruch zum Wochenende:

„Eiersuche, schöne Spiele, darauf freu’n sich wirklich viele.
Dieses Spaßes ist man beraubt, wenn man nicht mehr an den Osterhasen glaubt.
Und um der ganzen Freude Willen, nun die große Frage ist:
Weiter glauben oder nicht?“

Diesen und weitere Sprüche gibts hier – schöne Ostern euch allen!

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Im Circus – ohne Kids

Hab ja schon angekündigt, dass ich noch mal separat über Dienstag abend schreiben muss, weil es so wirklich außergewöhnlich toll war: wir waren im Circus, einem tollen Lokal in Covent Garden. Die Adresse ist 27-29 Endell Street, und das schreibe ich, weil ich es empfehlen möchte. Tolles Essen, schickes Ambiente – und wechselndes Programm. Nicht so ganz vorhersehbar!

Hinter der Tür mit Klingel verbirgt sich ein langer, in scharz verkleideter schmaler Gang, durch die Tür geht es in den Club, die Bar. Der Blick fällt direkt auf einen langen, sehr breiten Tisch. Der nicht so ganz ins restliche Raumkonzept zu passen scheint, das eher auf kleine runde Tische ausgelegt ist, im Hintergrund eine Bar und Lounge-Bereich. Mein Team durfte an der langen Tafel sitzen, auf schmalen Sitzen mit hoher Rückenlehne, ganz vorne. Der Service schlicht umwerfend, wir wurden herzlich empfangen, das Menü erklärt – die Getränke waren schnell auf dem Tisch, ebenso die Vorspeisen. Und besonders schnell war der Service beim Abräumen und beim uns Erklären: setzt euch jetzt weit zurück, nehmt alles vom Tisch – denn: der erste Act des Abends betrat die Bühne, die – richtig – unser Tisch ist!

Die Künstler sind Akrobaten, Artisten, Entertainer – haben ihren (jeweils göttlichen) Körper, aber auch das Publikum vollkommen unter Kontrolle. Der Tisch ist nicht sehr brekit, das bedeutet: während der Show muss jede Bewegung sitzen. Es darf keinen Zentimeter weiter als geplant gehen, sonst ist ein Gast unter Umständen gefährdet. Und alle 3, die wir am Dienstag abend gesehen haben: wow, einfach nur großartig! Eine Körperbeherrschung, die ich nur aufrichtig bewundern kann.

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Für einen Teamabend: ein ziemlich perfektes Dinner, köstliches Essen gabs nämlich on top! Und ich muss wahrscheinlich nicht betonen, dass uns Mädels die beiden Jungs besonders gut gefallen haben? Meine „neue“ Kollegin, die  wir alle gerade ein paar Stunden zuvor kennengelrnt hatten hat uns alle mit ihren echt texanischen Anfeuerungsrufen vom Hocker gerissen – kein Wunder, dass das Circus-Team getwittert hat: „Tuesday night was ROCKING… Let’s see what Wednesday’s got to offer. Bring it ON!“ Das kann ich nur bestätigen: der Abend hat gerockt!

978War echt schade, als es vorbei war! Hier gibts weitere Fotos, denn das Programm scheint immer zu wechseln, und ich kann das jedem, der auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Erlebnis in London ist, einfach nur empfehlen!

 

Einziger Wehmutstropfen: ich haben meinen über alles geliebten Pashmina liegen lassen – und er ist leider nicht wieder gefunden worden, seufz!

London: I like

Meine ersten Male setzen sich fort: gestern nacht hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen mitternächtlichen Feueralarm im Hotel. War nix, nur quasi mitten im schönsten und eigentlich ja erholsamen Schlaf um mich rum ein Riesenlärm. Bis ich kapiert habe, was überhaupt los ist, hat echt gedauert. Das Hotelzimmer konnte ich zum Glück schnell erkennen, da durch den Alarm alle Lichter angehen. Nur war ich erst mal geschockt. Und dann eine interessante Beobachtung an mir selber: ich hätte mich in der Vergangenheit eigentlich so eingeschätzt, dass mir alles egal ist und ich in so einem Fall erst mal einfach raus gehe. Ohne etwas mitzunehmen. Ha, im Gegenteil. Nach dem ersten Blick in den Gang im Schlafanzug habe ich mich erst mal in aller Ruhe angezogen, dann überlegt, was alles mitmuss (ja, ich habe meine Handtasche zusammengepackt und war sogar kurz am überlegen, meinen Koffer zu packen, völlig gaga, für den Fall, dass es echt gebrannt hätte?). Dann standen erst mal hunderte von schläfrigen Hotelgästen und ich, teilweise in Nachthemd, Pantoffeln, aufeinander gewürfelt in der Lobby … eine knappe Stunde, denn dieser Alarm ist so laut, das hält man im Zimmer schlicht nicht aus. Dann wars vorbei – irgendwie zumindest ein Learning: jetzt hab ichs mal erlebt und hoffe, dass mir das nie wieder passiert. Für den Fall dass hätte ich aber gerne zumindest daraus gelernt.

Dann gestern morgen der Weg ins Büro – London ist einfach zu groß. Theoretisch auf der Karte dachten meine Kolleginnen und ich: eine Stunde reicht locker. Tatsächlich sind die Dimensionen so viel größer, dass wir uns ordentlich verspätet haben … Auch eine Premiere: ich bin lieber pünktlich!

Das neue Büro in Hatton Garden ist superschön gelegen, am Abend sind wir auf einem kurzen Spaziergang durch das Viertel gelaufen, kleine Straßen, schnucklige Backsteinhäuser, alles um die Ecke. Früher lag zwar Victoria Street, Buckingham Palace, um die Ecke – aber das Büro lag mitten in einem Bank District, einfach ein großer hässlicher Häuserblock neben dem anderen … Jetzt kann man mittags wunderbar eine Runde laufen gehen, um sich die Umgebung anzuschauen. Mal sehen, ob ich das heute schaffe – habe mich nämlich auch bei den Uhrzeiten zum ersten Mal irgendwie vertan: mein Meeting dauert bis 3 Uhr, mein Flieger startet in Heathrow um kurz vor 5. Englische Zeit – hab ich eben beim Einchecken erst gemerkt, hatte bislang viel Zeit eingeplant, die habe ich definitiv nicht.

Über den gestrigen Abend muss ich nochmal separat schreiben, so toll war unser Restaurantbesuch (!!!), aber auch die Taxiheimfahrt war ein Traum: durchs nächtlich erleuchtete, wunderschöne London. Ich muss es an dieser Stelle einmal sagen: es gibt wenig Städte, die so „natürlich“ schön sind, wie diese Riesenstadt. Auf dem Weg zum Restaurant durch Holborn, später Covent Garden bei Nacht, Londons berühmteste Telefonzellen, am St. James Park entlang, dann wieder meine Tags zuvor gelaufene Strecke Richtung Chelsea Bridge. Einfach nur schön! Wird Zeit, die Stadt mal wieder zu Fuß zu durchstreifen, nicht immer nur hierherkommen zum Arbeiten!

Ach ja, noch eine Frage: wer fährt morgens gegen 9 Uhr in einem alten grünen Landrover mit einer riesigen Polizeieskorte durch London? wir hatten viele lustige Ideen, viel Spaß beim Miträtseln 🙂