Momentaufnahmen #7


Im Schreibprojekt „Momentaufnahmen“ stellt Aequitas et Veritas die 7. Frage: Wie sieht dein Verhältnis zu Geld aus?

Je älter ich werde, desto weniger beeindruckt mich Geld. Ich habe früh gelernt, dass wir als Familie wenig, aber genug hatten, um davon zu leben. Habe mich nicht arm gefühlt, aber immer gewusst, dass wir uns manches nicht leisten konnten. Deshalb hatte ich schon immer Jobs, Zeitung austragen, später war ich die Ferienpostbotin. In den ersten Berufsjahren habe ich wenig verdient, aber auch das hat ausgereicht, um unabhängig zu sein.

Heute sehe ich realistisch, dass man sich nicht alles leisten muss. Dass zu viel Konsum alles andere als glücklich macht. Und genau das, nämlich Glück, Gesundheit, Zufriedenheit … alles nicht mit Geld zu bezahlen. Viel Geld ist nicht gleichzusetzen mit einem zufriedenen Leben, ebenso wenig bedeutet wenig Geld automatisch ein unerfülltes Dasein.

Darüber hab ich auch vor Jahren schon mal sinniert. Ja, ich habe genug. Ich sorge für ein mögliches später vor. Aber viel mehr brauch ich schlicht auch dann nicht. Was mir zunehmend wichtiger wird ist: kann ich etwas entbehren, jetzt etwas abgeben für die, die wenig oder sogar nichts gaben. Und wo ist es für etwas Gutes investiert. Ich würde ungern dazu beitragen, dass sich Menschen auf Kosten jener bereichern, denen man eigentlich etwas Gutes tun möchte … da habe ich erste Möglichkeiten gefunden, die aber noch ausbaufähig sind.

Mehr zum Schreibprojekt hier nachlesen.

5 Kommentare zu „Momentaufnahmen #7“

    1. Du meinst meine Spendenkanäle? Ich darf eine kleine Familie mit schwerkrankem Kind direkt unterstützen, nicht mit Geld, das würden sie nicht annehmen. Dafür organisiere ich regelmäßig Therapieaktivitäten, die von offizieller Stelle nicht getragen werden. Eine andere Familie bekommt jeden Monat einen Büchergutschein, weil die Kinder gerne lesen, dafür aber kein Geld übrig bleibt. Und ich spende seit 1999 für die Forschung im Bereich Meningitis … ausbaufähig.

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      1. Ich höre zu – und wenn ich mitbekomme, wie wenig schon helfen kann, dann würd ich lieber noch viel mehr.
        Muss aber gerade lernen, dass nicht nur ich geben möchte, sondern viel wichtiger auch das Gegenüber zum Annehmen bereit ist … und dass nicht ich entscheide. Deshalb: ausbaufähig. ❣️

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