Momentaufnahmen #6


Im Schreibprojekt „Momentaufnahmen“ stellt Aequitas et Veritas die 6. Frage: Handelst du häufiger aus Pflichtgefühl oder aus Überzeugung?

Ich habe darüber vor fast 10 Jahren – wow, ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich mein Blogprojekt so lange aktiv betreibe … krass – im Kontext mit meiner Oma, was ich von ihr gelernt habe, wie ich es aber für mich anders umsetze, mal sehr ausführlich reflektiert.

Von meiner heutigen Position aus möchte ich noch eines hinzufügen: ich habe 2018 geschafft, aus Überzeugung gegen jegliches Pflichtgefühl zu handeln. Mich und meine Gesundheit ganz in den Mittelpunkt gestellt, bin aus dem Stress ausgestiegen, habe es tatsächlich fast ein Jahr durchgezogen. Das war entgegen allem, was ich vorher für mich definiert hätte. Da war definitiv immer wieder der Gedanke an das Pflichtgefühl, aber eine ganz starke Überzeugung in mir hat mich angetrieben.

Davon profitiere ich seitdem häufig, denn meine Erkenntnis im Nachhinein war: So vieles, was wir heute als elementar für uns und unsere Existenz definieren, spielt schon sehr bald überhaupt keine Rolle mehr.

Und ich möchte das auch gerne auf meine Sicht der aktuellen Dinge übertragen: aktuell halten sich viele aus Pflichtgefühl und Verantwortungsbewusstsein an die geltenden Regeln, durch die langsam keiner mehr durchblickt. Ich tue es aus Überzeugung. Sicher durch meine Lebensgeschichte. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, wieso ist so schlecht mit anderen Überzeugungen klarkomme, weil ich tatsächlich – aus meiner Überzeugung und dem, was ich als gesunden Menschenverstand definiere – nicht fassen kann, dass es Menschen gibt, die all dieses Schwurbeln für bare Münze nehmen, daran mehr glauben, als an die potentiell tödliche Konsequenz eines Virus. Und immer wieder mit der Grippe argumentieren, die ich einmal hatte und wenn es nach mir geht nie wieder …

Mehr zum Schreibprojekt hier nachlesen.

7 Kommentare zu „Momentaufnahmen #6“

      1. Bestimmt, jeder muss schlicht auf sich selbst aufpassen. Trotz Pflichtgefühl ist und bleibt es Arbeiten, um zu leben. Sobald es existieren, um zu arbeiten, wird, steht meiner Meinung nach immer die Gesundheit auf der Kippe. Die körperliche ebenso wie die mentale.

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      2. Vermutlich ganz besonders sogar, also in meinem Fall war alles toll – bis auf eine Chefin, die nicht versteht, dass noch mehr Aufgaben nicht die Lösung ist. Und die nicht zuhört, sondern eigene, längst vergangene Erfahrungen als Maßgabe für die Planung nimmt … aber: ich hab die Erkenntnis mitgenommen, dass es auch nur die eigene Reißleine sein kann, hätte mir jemand das aufoktroyiert? Hätte ich sicher dagegen aufbegehrt und wäre noch weiter und zu weit gegangen. Puh.

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      3. So sind meine Geschäftsführer auch. Der Hinweis auf eine überzogene bzw. langwierige Arbeitsverdichtung stößt dort auf taube Ohren. Es folgt von ihrer Seite natürlich der Hinweis auf mögliche Kündigungen, wenn die Bereitschaft nicht da ist. Das Übliche eben. Solange noch zu viele Menschen ihrem Pflichtgefühl nachgeben, wird sich sicher in unserer Gesellschaft nichts ändern.

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