Runterkommen


Ich habe sehr viel Verständnis. Für das Bedürfnis nach Normalität. Nach Kontakt. Mehr als einem Kontakt.

Kein Verständnis habe ich aber, wenn sich einen Haufen Menschen treffen. Überall. Die sich dann auch noch gegenseitig versichern, dass sie „es“ ja nicht haben. Die sich nahe kommen. Lange zusammen sind. Parties feiern. Heimlich, klar, weil die anderen, die sich dran halten, die sind ja potentielle Denunzianten …

Machmal erlaubt sich das Klugscheißer-Ich dann doch verstohlen die Frage, woher sie „es“ denn wissen, dass sie „es“ nicht haben. Und dann kommt tatsächlich das Argument, dass sie ja noch alles schmecken und riechen … Ach ja, stimmt, ist ja nur für die schlimm, die krank werden. Dass ich mich vor allem so verhalte, dass ich niemanden anstecken kann? Selber schuld.

Was mich freuen würde, wenn die Zahlen mal wieder wenigstens so weit runterkommen, dass es mit vor einem Jahr vergleichbar wäre. Denn irgendwie sprechen alle darüber, dass es mal langsam vorbei sein muss. Die aktuellen Zahlen? Liegen aber weit über denen, die uns – übrigens allen – im März 2020 Angst gemacht haben. Punkt.

7 Kommentare zu „Runterkommen“

  1. Gerade das schöne Wetter und die milden Temperaturen lassen bei uns auch einige ihre Vorsicht der letzten Monate vergessen… Wenn ich allein die Gruppen an Jugendlichen sehe, die sich hier regelmäßig treffen oder die (scheinbar) Großfamilien die spazieren gehen… die gehören sicher alle zu einem Haushalt und dann geht das schon klar 😛

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    1. Wenn sie sich wenigstens draußen bewegen – hier standen am WoEn ca. 20 Autos in einem Hof. Musik und Stimmengewirr, aber keiner zu sehen. Und keine Halle mit ausreichend Quadratmetern, um etwas Abstand zu halten. Wenn ich jetzt mal nachrechne macht das eine Schlagzeile mit bestimmt 500, die deswegen potentiell in Quarantäne müssten. Wärs das wert? Mir nicht, aber ich kann es u.U. durch mein Verhalten nicht beeinflussen 😕

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  2. Corona tangiert augenscheinlich sehr viele vor allem junge Leute nur mehr höchst peripher. Hier im Uni-Viertel leben und wohnen hauptsächlich StudentenInnen, und denen ging in all den Wochen die Ausgangssperre ziemlich am A*** vorbei, und ich bin des Öfteren nachts von Partymusik und vielfachem Stimmengewirr in der Nachbarschaft wach geworden, da waren ganz sicher weitaus mehr als nur zwei Personen aus zwei verschiedenen Haushalten unter einem Dach versammelt…
    Aber es ist halt leider so: Dumm bleibt dumm, da helfen keine Pillen…
    Solchen Leuten Covid19 an den Hals zu wünschen – das ist mir zu gehässig und zu gemein. Aber mal drei gepflegte Tage Dünnpfiff und kein Klopapier zuhaus, das wäre durchaus mein Wunsch für all diese Kurzhirn-IndianerInnen.

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    1. Seufz – ja, ich hab bei uns auf dem Dorf auch sogenannte Corona-Parties mitbekommen m, noch in der Stadt bin ich oft an 20 und mehr Teenies vorbeigelaufen, die extrem provoziert haben, obwohl ich ja nur ein zufälliger Passant war. Ist aber nicht nur bei jungen Menschen zu beobachten. Ich hoffe nur sehr, dass die vernünftige Mehrheit dann nicht leidtragend ist, weil dummerweise: das Virus unterscheidet nicht hinsichtlich dummen, asozialen Verhaltens, wo es sich andockt … krass ist, dass so viele vergessen zu haben scheinen, dass es beim Abstand halten nicht nur um das eigene Erkranken geht, sondern jeder kann übertragen. Oder vielleicht nicht vergessen, sondern verdrängt? … Seufz.

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  3. Bei uns in Erlangen und dem Umland stand die Corona-Ampel über längere Zeit auf grün, zeitweise sogar unter 30 und es wurde relativ streng bei Nichtbeachtung der Vorgaben durchgegriffen! Aber das sonnige Wetter und dieses ewige uneinige Hin und Her innerhalb unserer Regierung lässt viele Menschen inzwischen mürbe werden, was auch gut nachzuvollziehen ist. Außerdem kann ich einfach nicht nachvollziehen, dass angemeldete Demos im großen Stil und entsprechende Menschenansammlungen von allen möglichen Gegenden Deutschlands, teils auch Ausland überhaupt genehmigt werden, wenn ansonsten nicht mal die Oma mehr als einen Besuch bekommen darf usw usw…
    Liebe Grüße von Hanne

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    1. Bei uns im Landkreis nähern wir uns aktuell wieder der 100 – und das ist einfach kein gutes Gefühl. Seufz. Wie geschrieben, ich habe Verständnis – aber nicht für dummes, egoistisches Verhalten. Das eine sind Demos und offizielle Zusammenkünfte, was komisch anmutet. Das andere ist, dass es gerade Trend ist, heimlich Party zu feiern. Und da fände ich viel sinnvoller, wenn dich Familien wiedersehen dürften. Offiziell, ohne diesen heimlichen Touch. Und ohne andere, die sich an Regeln halten, ohne Anlass als Denunzianten zu bezeichnen … Doppelseufz. Liebe Grüße zu dir und bleib gesund

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