Wunsch und Wirklichkeit


Erinnern wir uns – vor einem Jahr, Da haben sich alle gewünscht, dass endlich mal wieder „so richtig“ Winter sein soll. War überall zu lesen, in den Medien, wie sehr wir unter diesen Nicht-Wintern ohne Schnee leiden – wohlgemerkt die Auswirkungen auf den Menschen, unsere Sehnsucht, nicht die Bedürfnisse der Natur, eher die psychischen Auswirkungen des Nichterfüllten Wunsches. Darüber haben sowohl Journalisten nach gründlicher Recherche wie auch Privatmenschen oder Experten in den sozialen Medien viel und fundiert und teils sehr „hasserfüllt“ geschrieben. Ganz viele wurden sogar in für Wintersport bekannten Regionen enttäuscht. Da war so viel Sehnsucht. Sogar Wut, weil „wir nie Schnee haben“.

Gerade bekommen wir Winter in Hülle und Fülle. Mit allem, was dazugehört. Sogar in Regionen, die fast nie Schnee haben … Und schon wieder sind so viele unzufrieden. Mit Winter. Und Schnee. Irgendwie schade. Dass unser Wunsch in diesem Jahr so gar nicht zur Wirklichkeit passt – hätten wir nur vor einem Jahr schon diesen Wunsch nach Nicht-Winter gehabt. Das würde uns so viel zufriedener machen …

Und nur als weitere kleine Erinnerung: vor knapp 12 Monaten hat meine „Timeline“ durch die Bank geächzt. Alle wollten es etwas ruhiger, weniger Termine, mehr Ich-Zeit … warum nur klaffen Wunsch und Wirklichkeit mit der Erfüllung offensichtlich so weit auseinander? …?

5 Kommentare zu „Wunsch und Wirklichkeit“

  1. Also ich genieße das Wetter und die Zeit im Moment sehr. Gerade weil Homeoffice bei mir den Luxus mit sich bringt, nicht morgens das Auto freischaufeln zu müssen, finde ich es eher stimmungsaufhellend wenn der erste Blick aus dem Fenster auf Schnee trifft.
    Was allerdings die wenigen Termine angeht – schätze da wünschten sich alle im Moment einfach die Zeit die sie haben, hochwertiger nutzen zu können. Z.B. mit Freunden oder der Familie, die wir ja all gerade nur sehr eingeschränkt sehen können. Es hat halt alles seine zwei Seiten…

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    1. Da hast du recht, auch Wunsch und Wirklichkeit haben immer zwei Seiten, und gerade fühlt es sich für viele zu konträr an: das, was vorher vielleicht zu viel war, ist jetzt möglicherweise zu wenig geworden … oder so? Ich mag den Schnee übrigens sogar richtig gerne, auch gern viel davon. Und ich kann bei Schnee auch so was von vorsichtig dahin „kriechen“. Oder stehenbleiben, wenn ich merke: da ist kein Durchkommen mehr.

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  2. Egal, wie das Wetter auch ist, es wird immer Leute geben, die jammern, nörgeln, maulen und schimpfen…
    Dabei ist das einzig Richtige, mit dem Wetter umzugehen, es so zu halten wie der oide Karl Valentin selig:
    „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ 😉

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