Familiengeschichten: Eingesperrt


Hab ich schon ein paar mal geschrieben und immer wieder bewahrheitet es sich: lustige Geschichten passieren, wenn ich nicht zu Hause bin. Oder um es mit den Worten meines Bruders auszudrücken: „diese Woche haben sie mal wieder den Vogel abgeschossen …“ In dem Fall sollte er wohl besser von „wir“ sprechen?

Er hatte die Woche Urlaub. Zur Erholung. Weshalb er viel geschlafen hat. In seinem Schlafzimmer. Irgendwann die Woche läutet dann im elterlichen Wohnbereich das Telefon. Dran mein Bruder. „Ich bin eingeschlossen. Jemand muss kommen und mich rausholen.“

Die Eltern waren etwas unschlüssig, denn es gab keine genaueren Koordinaten. Irgendwann beschlossen sie, mit der Suche im oberen Stockwerk zu beginnen (nachdem sie in der Garage nachgeschaut hatten, ob das brüderliche Auto da sei …).

Tatsächlich war die Zimmertür zum brüderlichen Schlafgemach (alias Höhle) auch mit vereinten Kräften nicht zu öffnen, mein Vater musste mehrfach Werkzeug aus der Werkstatt holen, bis die Tür schließlich aufgebrochen wurde. Und der Bruder damit befreit.

Gut, er hätte auch durch sein Fenster aussteigen können, mit einer Leiter, wie wir das früher öfter mal zum Ausbüchsen gemacht haben. Aber so ist die Tür jetzt wenigstens ganz kaputt und nicht nur so halb.

Und ich halt meinen Mund, denn ich hab schon häufiger darauf hingewiesen, dass ich meine, mal gehört zu haben, dass es nicht umsonst Türen schließen und nicht Türen zuknallen heißt. Aber wer bitteschön will denn schon erwachsene Brüder oder gar Väter umerziehen … Und zum Glück wissen sie dann für zukünftige Fälle dann ja schon, welches Werkzeug funktioniert, statt fluchend viele Wege zurückzulegen 🙂

Ein Gedanke zu „Familiengeschichten: Eingesperrt“

  1. Dass es Tür zumachen und nicht Tür zuknallen heisst, versuche ich seit Jahren meinen jungen Nachbarn auch immer wieder begreiflich zu machen. Bislang erfolglos. Vielleicht sperrt sich der/die eine oder andere ja auch mal ein, und kommt dadurch ein bisschen ins Nachdenken. 😉

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