1000 Fragen an mich #10


181. Würdest du gerne in eine frühere Zeit versetzt werden?
Ich finde frühere Epochen unwahrscheinlich spannend und versetze mich gedanklich gerne in die Zeit. Darin zu leben ist aber etwas ganz anderes. Mit dem Gedankengut des modernen Menschen und mit dem Wissen um die willkürliche Macht der herrschenden Klassen würde ich mein heutiges Dasein ungern eintauschen. Das hat auch etwas mit meinem Bewusstsein zu tun, dass ich in unserem deutschen Rechts- und Sozialstaat aufwachsen durfte, nie in meiner Freiheitsliebe eingeschränkt wurde. Tritt manchmal als zu selbstverständlich in den Hintergrund, dass das alles im 21. Jahrhundert längst nicht selbstverständlich ist. Wir haben fließendes warmes Wasser, Toiletten und WiFi. Und Umweltverschmutzung, Überfluss und Übergewicht. Andere Länder dieser Erde sind noch nicht in unserer Zeit angekommen.

182. Wie egozentrisch bist du?
Gute Frage, ich interpretiere das Wort mal als positiven Egoismus, dann möchte ich hoffen, genug. Um mich nicht zu verlieren. Ich bin allerdings Wir-Mensch, ein Teamplayer. Das tut mir manchmal nicht gut. Deshalb arbeite ich aktuell am Ego. Mal sehen, wohin mich das führen wird.

183. Wie entspannst du dich am liebsten?
Gehend und denkend. Beim Gehen denke ich Gedanken zu Ende, bringe so Ordnung in mein System und mich. Und so komme ich zum Punkt des leeren Kopfes, der für mich entspannend ist.

184. Fühlst du dich manchmal ausgeschlossen?
Klar, wäre komisch, wenn nicht. Ich gehöre manchmal nicht dazu.

185. Worüber grübelst du häufig?
Die Frage müsste in meinem Fall besser lauten: worüber nicht. Ich beschäftige mich mit allem.

186. Wie siehst du die Zukunft?
Ich verlasse mich ungern auf später, deswegen „arbeite“ ich am Augenblick. Versuche, im jetzt zu handeln und zu sein. Was ich aber heute tun kann ist nachhaltig denken, ich habe schon sehr früh begonnen, mir Gedanken über Umweltschutz und Überfluss zu machen und hoffe, bewusst und zukunftsorientiert zu agieren.

187. Wo bist du deinem Partner zuerst aufgefallen?
Singlefrage …?

188. Welchem Familienmitglied ähnelst du am meisten?
Alle sagen: meiner Mutter, viele sagen: meiner Schwester. Meine Schwester sagt: der bezaubernden Nichte. Ich sehe immer wieder Ähnlichkeiten mit jedem Blutsverwandten.

189. Wie verbringst du am liebsten deine Abende?
Mit Menschen, die ich mag.

190. Wie unabhängig bist du in deinem Leben?
Ich kenne meine Haltepunkte, zwischen denen ich mich sehr frei und unabhängig bewege.

191. Ergreifst du häufig die Initiative?
Gefühlt tue ich das.

192. An welches Haustier hast du gute Erinnerungen?
An jedes, an das ich mich namentlich erinnern kann. Und an den Hamster meiner Schwester.

193. Hast du genug finanzielle Rücklagen?
Nein, aber wozu auch. Sie machen mich weder glücklich noch erhalten sie mich gesund.

194. Wirst du für immer dort wohnen bleiben, wo du jetzt wohnst?
Nicht in meiner Wohnung, aber hoffentlich im renovierten Haus.

195. Reagierst du empfindlich auf Kritik?
Nein, eher konstruktiv. Außer, es ist keine konstruktive Kritik, dann versuche ich, den Kern zu erspüren und es, sofern möglich, in eine konstruktive Anregung abzuwandeln.

196. Hast du Angst vor jemandem, den du kennst?
Gute Frage, ich umgebe mich ungern mit Menschen, die nicht guttun. Sofern ich vor jemandem Angst haben müsste würde er/sie wohl keine Rolle in meinem Leben spielen, weil ich mich distanzieren würde?

197. Nimmst du dir oft Zeit für dich selbst?
Nicht oft genug, trotzdem interpretiere ich vieles als Ich-Zeit, was definitiv hilft.

198. Worüber hast du dich zuletzt kaputt gelacht?
Mittwoch Abend war ich mit meiner lieben Freundin wie jedes Jahr zur Messezeit schön essen. Wir haben so viel und so herzlich gelacht, den Grund weiß ich nicht mehr, er war auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass wir zusammen waren. Es war wie jedes Jahr der kostbarste Messemoment.

199. Glaubst du alles, was du denkst?
Ja.

200. Welches legendäre Fest wird dir in Erinnerung bleiben?
Unsere AbiFeier. In einer alten Burgruine, Mauerreste, Bäume, ein atemberaubender Ausblick, die besondere Stimmung mit einem üppigen Buffet, stilvollem Geschirr und zum letzten Mal all die Menschen, die vorher – einige 13 Jahre lang – Teil meines Lebens waren. Und jeder von uns hat das Besondere in diesem Moment gespürt, es war gleichzeitig Ende und Neubeginn, Abschied und Willkommen. Ich weiß nicht, wie viele von uns heute noch Kontakt haben. Aber beim Burgfest waren wir einfach ein riesengroßer Freundeskreis.


Johanna alias pinkepank stellt 1000 Fragen, sie und viele viele andere Blogger antworten. Spannend, dieser Weg der Selbstfindung, anhand gängiger Fragen etwas Selbstreflektion. Dazu sicher viele Infos für meine Patenkinder zum Nachlesen. Deshalb wird das – statt immer wieder mal sogenannten Blogstöckchen – (m)ein Schreibprojekt für 2018, mal kurz, mal ausführlich. Ganz so, wie es sich ergibt.

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