Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (12)


Kürzlich wollten die bezaubernde Nichte und ich „schnell“ was aus dem Baumarkt holen. Und wurden beim Einfahren auf die Autobahn bis zum Stillstand ausgebremst. Der Skodafahrer im besten Alter hat sein Tempo verringert – so, dass ich tatsächlich auf dem Zubringer stehen bleiben musste, alle hinter ihm ebenfalls scharf abbremsen mussten. Und er von allen Seiten angehupt wurde … er wollte rücksichtsvoll sein, hat sich auf der zweispurigen Autobahn aber absolut falsch und vor allem alle anderen gefährdend verhalten. Da hat ihn die Nichte dann beim späteren Überholen aber wirklich böse angeschaut … 

Gestern das Ganze anders: beim Auffahren auf die zweispurige Autobahn mit Baustellenverengung bleibt die Passatfahrerin im besten Alter ohne Veranlassung stehen, die fünf folgenden Wagen, also auch ich, müssen auch. Stehenbleiben. Aus dem Stillstand ist Einfahren gefährlich, auch wir haben Hupen als Reaktion bekommen. Und ich habe immer noch nicht verstanden, auf welche Zeichen sie reagiert hat. War nämlich grad alles frei … dann nicht mehr. Beim Überholen hab ich sie kurz gemustert – wahrscheinlich wollte sie schlicht nicht Autobahn fahren? Gut, da gäbs alternative Wege …?

Nein, beim Autofahren ist keiner allein. Und an manchen Tagen ist es besonders schwer, umfassend für jeden anderen Verkehrsteilnehmer mitzudenken, alle einzelnen Reaktionen vorausschauend zu fahren. Und dabei ruhig und konzentriert bleiben, die Balance behalten. Tief durchatmen. Und weiter geht’s.

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9 Kommentare zu “Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (12)”

  1. Das ist eine typische Verkehrssituation bei der viele nicht wissen, was sie machen sollen. Es gibt noch eine Art von Autofahrern. Das sind die, die bei einer Einfahrt ohne Rücksicht auf Verluste auf die Linke Spur wechseln um dem Einfahrenden Platz zu machen.

  2. Ich finde Autobahnen immer bekloppter, da herrscht manchmal wirklich Krieg.
    Mittlerweile fahre ich in Berlin „lieber um die Dörfer“ als auf dem Berliner Stadtring, auch wenn es mitunter länger dauert.

    Allzeit gute Fahrt und Nerven wie Drahtseile, liebe Doris.

    Liebe Grüße von mir!

    1. Ach, so auf den Dörfern, da herrscht hier im Süden auch ganz häufig Krieg … Die Woche hat mir eine SUV-Fahrerin die Vorfahrt genommen, ich hab gebremst, sonst wär ich ihr reingefahren, sie würgt den Motor ab … ich bin fürsorglich, laufe zu ihr, da mampft sie mich an, dass ich „wohl spinne“ … Dann wirft sie mir vor, sie hätte mich nicht gesehen – und das kann ich beschwören: sie hatte mir ganz fest ins Gesicht geschaut und dann erst Gas gegeben. Ja, irgendwie kriegerisch, die Zustände, auch auf den Dörfern. Evtl. sollten wir Straßenverkehr in Straßenkrieg umbenennen …? Phhhh. Meine Nerven. Ganz liebe Grüße zu dir

      1. Alleine heute, von unserem Dorf zum Kudamm und zurück, könnte ich mit meinen Erlebnissen ein halbes Buch füllen. Und dann der Mann an meiner Seite, der sich aufregt und dazu schimpft wie ein Rohrspatz… Prickelnd, sage ich dir, ganz prickelnd… :mrgreen: .

        Ich grüße dich herzlich zurück 🙂 .

      2. Puh, da bleibt im wahrsten Wortsinn der Erholungseffekt der Sauna auf der Strecke …? 2017 ist gefühlt aber auch ein besonders anstrengendes Verkehrsjahr, bisher. Kann also nur besser werden, meine Daumen sind fest gedrückt!!! Liebe Grüße zu dir 😘

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