Familiengeschichten: Baustelle


Ein Morgen unter der Woche, meine Eltern sind bereits wach, liegen plaudernd im Bett und warten auf den Wecker, um halb 8 kommen Handwerker. Es klingelt an der Tür, der Papa ist empört, wer bitteschön klingelt so früh? Es sind die Handwerker, 10 nach halb 8 – hm, schuld ist der, der vergessen hat, den Wecker zu stellen? Weit gefehlt: schuld ist meine Mutter, weil die jetzt immer mit Rolladen schlafen will. „Da soll ein Mensch wissen, wie spät es ist …“

Obwohl er wunderschön ist, wir müssen den Dachboden rausreißen. Die Bretter sind alt, faulen durch, … Auch wenn mein Herz geblutet hat, der obere Teil des Fellbodens muss raus. 3 Geschwister arbeiten, 1 sagt, dass jetzt keiner mehr auf eine Reihe Bretter darf. 10 Minuten später bin ich mittendrin im Sperrgebiet, breche fast durch. Entschuldigung, was muss ich mir noch alles merken? Bin schließlich ganz die Tochter meines Herrn Papa. Pffffh. Einen Tag später bricht mein Bruder – zwar an anderer Stelle – aber wirklich durch die Decke. Zum Glück stand drunter ein Schrank, auf dem und auf seinem Hintern ist er mitsamt der Latten „sicher“ gelandet. Glück gehabt, ziemlich viel sogar. Und ja, wir lachen immer noch.

Meine Mama hatte ihre Freundinnen zum Geburtstagnachfeiern in die Übergangswohnung eingeladen. Natürlich wollte die neugierige Truppe die Baustelle besichtigen, wo aber gerade einer am arbeiten war. Und für die Unterbrechung null Verständnis hatte – vor allem, weil er erst ein paar Minuten vorher wieder angefangen hat zu arbeiten. Davor war ihm eine Dichtung am Schlagbohrer gebrochen, er in Verzug, die Laune … Viel lustiger wäre natürlich gewesen, wenn das passiert wäre, als die Damen kamen? Sicher ein Bild für die Götter, wie sie dem wild züngelnden Schlauch aufgescheucht entflohen wären? Schade eigentlich … (Und ja, ich bin auch für absolutes Baustellenverbot für alle, die da nichts zu suchen haben! Wenn alles fertig ist gibts genug zu sehen. Und Punkt.)

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2 Kommentare zu „Familiengeschichten: Baustelle“

  1. Hey!

    Wir hatten eine ähnliche Situation und waren ganz traurig, als wir die Dielenbretter auf dem Dachboden entfernen mussten. Aber wenn man sich dann mal genauer anschaut, was drin und drunter so alles wohnt, will man sie auch gar nicht mehr behalten…

    Beim Balanceakt über die dicken Balken bin ich nur mal abgerutscht und durchgebrochen, als zwischen den Balken schon Steinwolle steckte. Die hat den Sturz zum Glück so weit abgebremst, dass ich mich abfangen konnte, doch im Gegenzug waren die Schürfwunden an den Beinen danach extra hässlich und juckten wie die Hölle… :/

    Jetzt mit neuem Fußboden und Fermacell an der gedämmten Dachschräge sieht der Dachboden zwar leider nicht mehr so schön rustikal aus, dafür muss man aber auch im Winter da oben nicht erfrieren, kann also den Raum voll nutzen und ihn doch auch etwas sauberer halten… Hat eben alles seine Vor- und Nachteile. 😉

    Bei uns kamen die Handwerker übrigens teilweise schon vor 7.00 Uhr – nur so als Vorwarnung… 😉

    Euch weiterhin viel Kraft, Erfolg und Durchhaltevermögen!

    Viele Grüße
    Melli

    1. Liebe Melli, oh ja, die Mitbewohner sind es auch, die mich überzeugt haben – so viel Holzwürmer, es ist unglaublich. Zwar gerade inaktiv, aber wer sagt, dass die nicht wieder loslegen, sobald wir fertig sind? ich freu mich heute, dass das Dach zu 2/3 dicht ist, das Gewitter gestern kam nämlich schön ins Haus, weil noch nicht gedeckt war … Dafür waren die Dachdecker heute – wie prophezeit – gestern um 6.30 Uhr am Start 😉 Danke dir und einen lieben Gruß von Doris

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