Familiengeschichten: Scherben bringen Glück


Ein paar Wochen ist es her, da suchte mein Papa in der Speisekammer nach seiner Flasche edlem Obstbrand, die er noch von seinem Geburtstag übrig hatte. Erfolglos. Bei der nun folgenden Recherche stellte sich heraus, dass meine Mutter auf der Suche nach anderen Speisekammerbestandteilen an die Flasche gestoßen und diese zerbrochen war. Da sie nach wie vor überzeugt ist, dass das nicht passiert wäre, wenn „jemand“ die Flasche dahingestellt hätte, wo sie sonst immer stand … Hm. Also ganz klar: selber schuld.

Gestern wollte mein Vater dann einen Suppenteller aus dem Regal nehmen – und hat dabei alle anderen Teller aus dem Regal „geräumt“. Es gab einen riesengroßen Scherbenhaufen, alle Suppenteller kaputt. Schuld ist „natürlich“ nicht er, denn die waren blöd oder falsch oder was auch immer eingeräumt. Und ihm schon lange ein Dorn im Auge. Insofern ganz klar: selber schuld. Wer auch immer, zumindest keiner von beiden.

Die Scherben sind in der Mülltonne, in den Küchenregalen endlich mal wieder viel Platz. Und bestimmt bringen so viele Scherben ganz viel Glück.

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8 Kommentare zu „Familiengeschichten: Scherben bringen Glück“

  1. Das kenne ich,- schuld ist man nie selbst. Wenn mein Mann und mein Sohn etwas suchen, dann ist es für sie ganz klar und logisch: Ich habe es verräumt!
    LG
    Astrid

  2. Wenn in der kleinen Küche neben den Aufenthaltsräumen im Museum etwas zerdeppert wird, dann ist das selbstredend der Schloßgeist gewesen. 😉 Allerdings ist es stets fraglich, welcher der Schuldige ist, denn wir haben da so einige: Zwei schwarze Frauen, eine weiße Frau mit Pudel, und einen Kerl in Ritterrüstung, der aber höchst selten aufzutauchen pflegt. 😀

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