[kinderkram] 3 – Vertrauen


kinderkram
Wenn wir in diese Welt kommen, haben wir dann bereits Vertrauen? Ab wann beginnt ein Mensch, zu vertrauen? Ist es etwas, das in uns angelegt und tief verankert ist, oder lernen wir, zu vertrauen? Welche Erlebnisse sind prägend und wie viel hängt von unserem innersten Ich ab? Unterschiedliche Menschen sind verschieden, was ihre Fähigkeit in diesem Bereich betrifft. Beim Beobachten von Kindern fällt mir eines auf: Kleine Menschen sind manchmal verhalten und schüchtern, kennen aber noch kein Misstrauen. Den Vertrauten vertrauen sie auch bedingungslos. Die meisten Menschen verdienen, dass man ihnen vertraut, einzelne enttäuschen. Ob gewollt oder unbewusst, unsere Aufgabe ist nicht, zu urteilen, sondern für uns selbst einzuordnen, ob und wie wir diesem Erlebnis für unser Leben Gewicht geben werden.
Wer sich selbst vertraut, überzeugt ist, mit allem, was da kommen könnte, umgehen zu können, der hat auch keine Angst, einem anderen Menschen zu vertrauen. Das gibt uns Gelassenheit, uns auf neue Menschen einzulassen. Oder auch an jemandem festzuhalten, der uns einmal enttäuscht hat. Umgekehrt tut sich jemand, der sich von vielem überfordert fühlt, sich schwach und benachteiligt fühlt, schwer damit, zu vertrauen.
Dabei glaube ich fest daran, dass, was wir von uns und anderen erwarten, sich erfüllen wird. Vertrauen bedeutet, eine positive Erwartung zu formulieren und auszustrahlen, so kann unser Gegenüber entsprechend reagieren. Ich vertraue viel auf mein Bauchgefühl, für mich selbst und für den Kontakt mit meinen Mitmenschen. Und fahre gut damit.

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Kurz und knapp ein Auszug meiner Gedanken rund um das Thema Vertrauen. Der Blickwinkel einer Erwachsenen. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist hiermit herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: Was ist Vertrauen? Warum fällt Vertrauen oft schwer? Anlage oder Prägung? Wie entsteht Misstrauen? …

Ein Beitrag zu Maries Frage nach dem Vertrauen – weils gerade so gut zu meinen Kinderkram-Gedanken gepasst hat.

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9 Kommentare zu “[kinderkram] 3 – Vertrauen”

  1. Ich bin davon überzeugt, dass Vertrauen angeboren ist. Ein Säugling würde schließlich nicht lange überleben, wenn er seiner Mutter nicht wortwörtlich blind vertrauen würde. 😉
    Dieses Urvertrauen schwindet allerdings dann leider häufig mit den Jahren, wir werden durch unsere Umwelt, erste schlechte Erfahrungen, die wir machen müssen, häufig auch durch Erziehung und alles andere als vorbildhaftes Verhalten der Eltern mit einem gerüttelt Maß an Misstrauen und Unsicherheit „geimpft“.
    Manchen gelingt es, im reiferen Alter eine gesunde Portion auch dieses Urvertrauens wieder zu erlangen. Gesegnet ist ein jeder Mensch, dem diese Gnade zuteil wird.
    ♥liche Grüße!

    1. Das hast du wunderbar beschrieben, so schön, dein Gedanke vom Vertrauen. Einen lieben Gruß und wie doof, dass du dich momentan einem Medikament anvertrauen musst, seufz, ich wünsch dir sehr, dass dein Körper bald wieder ohne klar kommt (liebe Grüße auch an die inneren Weiber ;-))

  2. Die Frage Anlage oder Prägung stelle ich mir auch öfters, auch wenn ich meine Tiere beobachte, und ich bemerke, dass doch vieles genetisch bestimmt zu sein scheint, obwohl ich früher immer dachte, dass Prägung wesentlicher ist. Beim Thema Vertauen kommt für mich noch etwas anderes hinzu, nämlich das Gott-Vertrauen oder wie ich es für mich formuliere das Vertrauen in meine Höhere Macht, dort setze ich an, dann kommt mein Selbstvertrauen und daraus ergibt sich das „allgemeine“ Vertrauen. Ich komme mit einem Ur-Vertrauen auf die Welt, verliere dann wieder etwas davon und sollte dann auf meinem Lebensweg wieder etwas davon zurück gewinnen. Das wäre in Kurzform meine Variante.
    Ein schönes Wochenende, liebe Grüße Marlies

  3. Schöne Gedanken – schön geschrieben!! ☺️ Vertrauen ist so wichtig für ein glückliches Leben- und ich muss gestehen, dass es mir immer schwerer fällt, je älter ich werde. Bei mir entsteht | entstand Misstrauen durch zu viele Enttäuschungen und Verletzungen, die bis in meine Kindheit zurück reichen. Finde gesundes Misstrauen oder Vorsicht als Selbstschutz auch sehr wichtig. Es darf nur nicht zur Isolation führen.
    Trotzdem bin ich offen für neue Menschen- in meinen inneren Kreis schaffen es aber nur wenige 😉 Einen schönen Sonntag, Kuss L*

    1. Danke dir, und dan kann ich nur zurückgeben: ich kann deine Worte zum Thema Vertrauen nur zu gut nachvollziehen. Selbstschutz ist sehr wichtig, das gilt aber in beide Richtungen, denn Isolation ist genau der falsche Weg. Hab einen guten Start in die neue Woche, einen lieben Gruß zu dir

      1. Ja, das stimmt! Als Erwachsene genieße ich den Luxus, Leute einfach auch mal nicht zu mögen und von mir fernzuhalten 😉 Hab auch einen schönen Start !!

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