[kinderkram] 1 – Familie


kinderkramKindersicht zu Familie? Hat doch jeder, also Mama(s), Papa(s), Großeltern, vielleicht Tanten, Onkel, Geschwister. Manchmal wünscht  sich Junior einen Verwandten (meist ein Geschwisterchen) mehr (oder weniger), aber insgesamt akzeptiert die Kinderwelt, wie es ist. Erwachsene dagegen definieren: Familie, Zugehörigkeit, Rollen, Verhaltensmuster, lesen sogar x Ratgeber dazu. Warum? Familie ist die erste Gemeinschaft, die ein Kind erlebt – die meisten empfinden sie als prägend, positiv wie negativ. Beispielsweise beobachten Kinder, wie sich andere, vor allem Erwachsene verhalten. Und machen das nach. Was kann man da nicht alles richtig oder falsch machen? Schön, wenn alle Familienmitglieder als gute Vorbilder liebevoll miteinander umgehen und die „Besonderheiten“ des jeweiligen Alters toleriert werden. Aber wie schnell sind Fehler gemacht – oder es mangelt ganz prinzipiell, an Liebe, Respekt, Verständnis, Interesse … Eine glückliche Familie haben ist keineswegs selbstverständlich. Und doch ein großer Herzenswunsch, dem Erwachsene näherzukommen versuchen, indem sie sich damit beschäftigen – und immer wieder Ratgeber lesen.

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Kurz und knapp  ein Auszug meiner Gedanken rund um das Thema Familie. Der Blickwinkel einer Erwachsenen. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist hiermit herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: Was bedeutet Familie? Wer gehört dazu? Wie wichtig sind Verhaltensmuster oder familiäre Prägung? Welchen Stellenwert hat Familie? Was können Ratgeber? …

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5 Kommentare zu „[kinderkram] 1 – Familie“

  1. Was können Ratgeber? Eine tolle Frage. Sie sollten eigentlich einen Rat geben – Nomen ist bekanntlich Omen, aber doch schaffen sie es immer wieder, uns total zu verunsichern. Es wird von Norm gesprochen, die Regelfamilie, die Einelternfamilie, die Pflegefamilie, die Familie mit gleichgeschlechtlichen Eltern und was sonst noch so alles. Für nahezu jeden Fall gibt es ein Kapitel, eine Definition. Was ist eigentlich mit unseren uralten Instinkten? Familie als Gefüge von Menschen, die einander in Liebe verbunden sind – egal mit wie vielen Mitgliedern, Generationen, Schwipp- und Schwapp-Angehörigen etc. Ich gebe zu, dass ich vor meinem ersten Kind (und auch noch während ihrer ersten Lebensjahre) jede Menge solcher Bücher verschlungen habe. „Oje ich wachse“, „Jedes Kind kann schlafen lernen“, „Bonuseltern“ oder wie sie alle heißen … Eigentlich wollte ich nur eines: eine gute Mutter sein, alles richtig machen, eine perfekte Familie (wie aus dem Bilderbuch) haben, auf jede Frage eine Antwort aus dem Ärmel schütteln können und meinen Familienmitgliedern schöne Momente bescheren. Was hat es gebracht? Nix! Ich lebe in einer besonderen Familie, bei uns ist alles nicht so wie bei anderen, oder doch? Egal! Bei uns ist es authentisch! Es kracht hin und wieder, es wird laut gelacht und auch mal wild über den Flur getanzt – gänzlich außerhalb familiärer Grundordnung 🙂 Ich habe die Ratgeber verbannt und lebe nach Gefühl – das versuche ich auch, meinen Kindern zu vermitteln. Ob es klappt? Keine Ahnung, wird man in ein paar Jahren sehen. Wer braucht schon Ratgeber – das Leben spielt sich nicht in einem Buch ab, lässt sich auch nicht in eine Norm pressen oder hat zu jeder Frage die passende Antwort. Das Leben ist bunt, flexibel, mal angenehm, mal schön und auch mal traurig -genauso wie jeder Charakter unserer Familienmitglieder oder unseres Familiengefüges, unserer Gemeinschaft oder was auch immer. Liebe ist das, was uns verbindet und das ist die Essenz, die eigentlich jedem Ratgeber entnommen werden muss!

    1. Oh, wie schön – das hört sich für mich nach einem wunderbar abwechslungsreichen Familienleben an? Danke für deinen tollen Kommentar, hab ich sehr gerne gelesen!!! Liebe Grüße von Doris

      1. abwechslungsreich trifft den Nagel auf den Kopf – gute Vergleichsmöglichkeiten sind Knallbonbon, Wundertüte, Pralinenschachtel oder Ü-Ei – fast an jedem Tag weht der Wind woanders her, so dass es mal mehr und mal weniger schwierig ist, unser Schiff durch die rauhe See zu navigieren (wie es Erika so schön beschrieben hat)….

  2. Familie kann einen in den Wahnsinn treiben, unendlich Liebe und Geborgenheit schenken, Sorge und Schmerz. Es ist der Platz, wo unsere Wurzeln wachsen und sollte sich später eine Blatt-Fehlbildung zeigen, liegt es an einem selbst, zu erforschen was die Ursache ist. Grundsätzlich gibt jeder sein Bestes – Mutter / Vater – im Rahmen ihrer Erfahrungen, Möglichkeiten und Prägungen.
    Ich habe grossen Respekt vor jeder Familie, die es schafft, ihr Schiff durch die rauhe See zu manövrieren.

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