#Sonntagsfreude: Filmdreh


Eine Erinnerung an den Winter 2010: in der Heimatzeitung ein ausführlicher Bericht über eine Filmcrew, die auf einem Anwesen – nur wenige Kilometer von meinem Heimatdorf entfernt – drehte. An einem Samstag vormittag werde ich im Ort angehupt. Ein Auto hält neben mir. Mein Cousin und seine älteste Tochter strahlen mich an. Sie liefern Tiere als Statisten an. Fast vergessen.

Kürzlich lief der damals gedrehte Zweiteiler im Fernsehen, „Der kalte Himmel“. In einer Hallertauer Hopfenbauerfamilie leidet ein Kind unter Asperger. Für Autismus hat die Landbevölkerung im Jahr 1967 kein Verständnis, man rät den Eltern zur Sonderschule, damit soll „das Problem“ gelöst werden. Die Medizin sucht noch nach Ursachen, die Mutter findet einen Arzt, der die Krankheit nach eingehender Studie diagnostiziert. Und der Aufenthalt in Berlin, das Wohnen in einer Kommune, das freiere Leben mit anderen Kindern, die Anonymität der Stadt gestalten den übrigen Film … Mutter und Sohn kehren zum Filmende zurück in die Heimat.

Für mich als gebürtige Holledauerin haben die gezeigten Bilder im Film eine starke Wirkung, Heimatgefühle. Das schönste Bild für mich: Felix, der Aspergerjunge, läuft am Ende des Films mit weit geöffneten Armen durch die Hopfenfelder. Er scheint glücklich.

Mehr Sonntagsfreude bitte hier nachlesen.

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