Winternacht


Er ist da, lang ersehnt. Winter. Bitterkalt, Schnee fällt. Nicht sachte, eher in großen Flocken und Massen. Alles ist weiß, es ist zauberhaft. Der Himmel hat die Schleusen geöffnet, es schneit ununterbrochen. Schön ist sie, die geschlossene Schneedecke. Lang nicht gesehen in diesen Breitengraden.
Nur auf den Straßen und Wegen, da ist die weiße Pracht im Weg. Fleißige Räumdienste sind unterwegs, versuchen, für freie Fahrt zu sorgen. Ein unmögliches Unterfangen. Bei Glatteis sind Winterreifen nichts wert. Unwetterwarnung in Bayern. Alle, die es eilig haben, lasse ich gerne vorbeiziehen – ich will heil ankommen. Den ersten Berg schlingere ich mehr schlecht als recht hoch – oben steht ein Sattelschlepper. Der Fahrer riskiert nichts, zieht Schneeketten auf. Nach ein paar Kilometern bin ich in meinem Tempo angekommen, habe meine Spur gefunden.
Endlich zu Hause, heilfroh, die Knie zittern etwas. Noch ein letzter Blick auf das Winter-Wunderland – und wieder einmal das Gefühl von Stille, absoluter Stille. Eine Winternacht.

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3 Kommentare zu “Winternacht”

  1. Ich bin heilfroh, dass ich zur Zeit nicht Auto fahren muss. 😉 So kann ich ganz unbeschwert den üppigen Winterzauber genießen.
    Ich wünsche dir und deinen Lieben einen unbeschwerten – und nicht wörtlich zu nehmenden! – Rutsch ins neue Jahr. 🙂

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