Die Fanny und er


Was darf man erwarten, wenn ein klassischer Musiker, Echo-Preisträger, Kabarett auf dem Land macht? Den ich  ja mehr so als Musiker der kultigen La Brass Banda kenne. Und dann bricht sich sein geplanter Harfinist auch noch den Arm – und muss durch brasilianischen Gitarristen und  Alternativprogramm „Kein Aufwand“ ersetzt werden. Wenn er dann loslegt, der Andreas Martin Hofmeir, dann sind die ganzen Gedankenschwurbel zum Glück schnell aus dem Kopf. Man hört ihm zu. Hört ihm sehr gerne zu.  Und ich weiß jetzt, was eine musikalisch-kabarettistische Lesung ist. Seine geliebte Fanny kommt im Programm deutlich häufiger zum Einsatz, als bei so manchem Klassikkonzert. Und er entlockt ihr zauberhafte Töne, auch wenn es erst mal etwas gewöhnungsbedürftig ist, so Gitarre zur Tuba, oder umgekehrt.  Dass die Gitarre jetzt „per se sexy“ macht? Also mehr als die Tuba? Hm.

Die Musik ist beeindruckend, vor allem, wie er sie erklärt. Die begleitenden Geschichten erzählt er mit diesem kleinen Blitzen in den Augen, gerade seine Erlebnisse als Jugendlicher in der Holledau konnten viele förmlich mitfühlen. Witzig, er hat auch wieder eine Geschichte erzählt, die ich kürzlich bei einem Radio-Interview schon mal gehört hatte: wenn er mit seiner Tuba auf Reisen geht. Die bekommt einen eigenen Platz im Flugzeug, direkt neben ihm natürlich, die Fanny. Weil in den Gepäckraum …? Nicht wirklich!

Danke für den kurzweiligen Abend, auf das Programm mit Harfe bin ich jetzt noch neugieriger geworden – und wer auch etwas reinhören mag: bitte hier entlang.

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3 Kommentare zu „Die Fanny und er“

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