Short Stories: Wer bist du?


Gute Frage: Wer bin ich? Kennt ihr die Situation, dass ihr in einem Kreis euch unbekannter Menschen sitzt – und jeder soll sich erst mal vorstellen? Der „Eisbrecher“, jeder die gleiche Aufgabe. Und trotzdem löst jeder das entweder ganz unterschiedlich. Oder jeder orientiert sich an dem, was der erste geantwortet hat … Was sagt frau, welche Kategorie wähle ich, wie beschreib ich mich?P1000450

Und da hätten wir mal etwas, das so typisch ich ist: ich denke da tatsächlich ernsthaft drüber nach. Was will ich antworten? Wer bin ich denn – für mich, für die? Nehme die Frage genau, schaue mir die Anderen an, wie will ich mich jemandem beschreiben, der mich nicht kennt? Der aber in wenigen Worten viel über mich erfahren soll? Oder wenig? Kann ich da einfach über mich sprechen? Oder muss ich mich jetzt größer, interessanter machen? Will ich, dass die mich richtig einschätzen? Oder eher nicht …? Ist ja jetzt durchaus so, dass man so verschiedene Rollenbilder bieten kann, eher Standard, eher Wow? Mach ich auf XYZ? Oder reicht der Name und wo ich lebe, arbeite, schlafe? Blöd, wenn ich der erste bin, der was sagen muss. Auch blöd, wenn ich zu viel Zeit zum Nachdenken bekomme! Diese Rollenspiele sind aber auch tricky: in manchen Seminaren soll man nach ein paar Stunden Kennenlernen „echte“ Fragen beantworten, die ich nicht einfach aus dem Ärmel schütteln kann/will.

Eine davon: Wenn Sie selbst es beeinflussen können – warum erinnert man sich später mal an Sie? Und hatte nie eine Antwort. Beim Nachdenken bin ich auf diese Erkenntnis gekommen: ich fänds toll, wenn sich Menschen später an unsere Gespräche, unsere Themen und vor allem an das gemeinsame Lachen erinnern würden. Denn was gibts Schöneres, als gemeinsam so richtig aus tiefstem Herzen zu lachen? Nicht mehr aufhören können, immer wieder von vorne anfangen, kichern, kudern, kaum mehr Luft bekommen … Herrlich! Das bin ich, es gehört zu mir. Und, wer bist du? 😉

Im August fragen Andrea und Bine: Wer bist du? Und konkretisieren: „Erzählt mal von Euren Macken und Ticks, von Euren Träumen und witzigen Erinnerungen aus der Vergangenheit, von Eurem liebsten Film, was Ihr am liebsten esst, was Ihr irre cool oder total bescheiden findet. Ob Ihr eine Liste mit Fakten über Euch anlegt oder einen Text verfasst, dass bleibt Euch überlassen.“

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8 Kommentare zu “Short Stories: Wer bist du?”

  1. Irgendwie hasse ich solche Vorstellungsrunden und Fragereien 😉 Vor allem, wenn es zusammen mit Menschen ist, die ich vorher noch nie getroffen habe. Da habe ich auch keine Lust, zu viel von mir selber preiszugeben. Das dauert bei mir immer eine Weile ehe ich mich anderen Leuten gegenüber öffnen kann.

  2. Hm! Ich bin viele, das ist eigentlich das einzige, was ich sehr konkret über mich weiß. Wie viele ich bin, das ist allerdings nach wie vor unklar, obwohl ich auch sehr oft über mich reflektiere. 😉

  3. Solche Vorstellungsrunden sind mir zuwider. Ich gebe nur das Notwenigstes von mir preis. Über diese Runde einen anderen kennen zu lernen funktioniert eh nicht. Kennen lernen kann man jemanden wärend der Pausen oder in der Freizeit.
    Es gibt da eine Situation aus einem Kinderbuch (Pixibuxh), die mir dazu einfällt. „Ich heiße Pixi, wie heißt Du? Ich bin xx Jahre alt, wei alt bist Du?“ …

  4. Ich finde das immer schrecklich, wenn man sich kurz vorstellen soll. 🙂
    Ich weiß nie, was ich sagen soll und mir fällt es schwer vor vielen fremden Leuten zu reden.
    Aber wenn man bei einem Seminar oder einem Kurs mitmacht und sich in der nächsten Zeit regelmäßig trifft, dann ist es eigentlich schon richtig, sich wenigstens kurz vorzustellen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

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