#Sonntags-Memo


Manchmal gibts diese kleinen Momente, in denen ich mir etwas wie ein “ gerade nicht Glückspilz“ vorkomme:
Freitag Abend habe ich auf der Nachhausefahrt einen Unfall gemeldet: Ein älterer Radfahrer ist wahrscheinlich angefahren worden. Ich wurde deshalb fast 2 Stunden festgehalten. Obwohl ich nichts gesehen hab. Aber irgendwie war ich den Herren der Freunde und Helfer verdächtig? Mittlerweile bin ich wohl gründlich gecheckt worden – und wurde sogar freundlich darüber informiert, dass kein weiterer Aktionsbedarf für mich besteht …
Samstag kam die bezaubernde Nicht zu Besuch, nachmittags waren wir in einer Regenpause spazieren. Haben mal eine richtig große Runde gedreht. Und sind mitten in einer Grünen Wiese fern von allem von einem Hund gestellt worden. Der uns wütend bellend in immer kleineren Kreisen umkreiste. Ich bin Hundefreundin und habe viel Verständnis. Aber: Das war zu viel, sogar für mich. Die Nichte hatte trotz des minutenlangen Schlotterns später Mitleid, schließlich musste der Hund den ganzen Heimweg an der Leine zurücklegen … Manchmal ist Kinderlogik einfach entwaffnend?
Mich hat es trotzdem sehr doof getroffen, bin durch meinen Sturz vom Boot noch sehr unbeweglich, sie 15 Minuten verängstigt und steif wie ein Brett auf dem Arm zu haben hat mir richtig wehgetan – und dummerweise hab ich mich für ein paar Minuten einfach verdammt handlungsunfähig gefühlt. Schlicht kein positives Gefühl …
Heute vormittag waren wir mit der ganzen Family im Wald. War ein echt schöner Ausflug. Anschließend sind wir mit dem Auto im Schlamm steckengeblieben. So richtig. Alle raus, schieben, es dauert. Irgendwann haben wir es geschafft, waren alle schön eingesaut. Mann, ich hab grad eine echte Strähne?
Nette Anekdote am Rande: nach unserem Hundeabenteuer gestern hatten die Nichte und ich ja noch einen strammen Fußmarsch nach Hause zurückzulegen. Und den haben wir für eine Nichten-Tanten-Unterhaltung genutzt. Ich so: „Uns passieren auch immer Sachen, aber das ist ja in deinem Alter normal, da ist ja noch jeder Tag ein Abenteuer …“. Sie schaut mich grinsend an „… sowas passiert mir immer nur mit dir“. Hm, ja, das Gefühl hatte ich auch schon 😉

Auch wenn ich mich in der Situation nicht so toll gefühlt habe, möchte ich mit diesem Eintrag zu den wöchentlichen Sonntagsfreuden beigetragen, nachzulesen hier – bin froh, dass alles gut ausgegangen ist. Und habe meine Heimfahrt an diesem traumhaften Frühlingsabend mit allen Sinnen genossen. Gute Nacht!

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6 Kommentare zu “#Sonntags-Memo”

  1. Hast Du Sche… am Schuh, hast Du Sche… am Schuh!

    Für Deine Nichte bist Du wahrscheinlich eine große Heldin. Das sind Erinnerungen, die sie nie vergessen wird.

  2. Bei dir ist es wenigstens nicht langweilig liebe Doris und das hat sich deine bezaubernde Nichte sicher auch gedacht…bleibt in Erinnerung 😉

    Die Geschichte mit dem Hund gefällt mir allerdings gar nicht, denn da frage ich mich schon, was ist das für ein Hundebesitzer, der um die Angriffslust (bellen) seines Tieres weiß und lässt ihn ohne Leine laufen ???

    Noch einen gute und sommersonnige Woche
    Uschi ❤

    1. Die Geschichte mit dem Hund ist doof, nur war ich lang genug selbst Hundebesitzer, um zu wissen: es ist nicht immer alles kontrollierbar. Für sie war es gut, dass es mich getroffen hat – allerdings kann ich ihr nur raten: Hund an die Leine. Wäre ich ein Reh oder Hase gewesen, wäre der Hund auf nimmerwiedersehen verschwunden …
      Dir auch eine schöne Sommerwoche xxx

  3. Puh, die Situation mit dem Hund, da hätte ich auch Angst gehabt. Obwohl ich ja selbst einen Hund habe.
    Aber süß finde ich die Aussage deiner Nichte, dass ihr sowas immer nur mit dir passiert. 🙂

    Sturz vom Boot? Dann ist der wohl dafür verantwortlich, dass du zurzeit nicht Fahrrad fahren kannst?
    Ich drück dir die Daumen, dass es dir bald wieder gut geht.

    Liebe Grüße,
    Martina

    1. Meine Nichte ist ein echter Checker 😉 Ja, bin beim Anlegen vom Boot „gefallen“, war schmerzhaft. Und wirds noch etwas bleiben, das Knie hat sich ordentlich verdreht, Bänder sind überdehnt, evtl. ein paar kleine Fasern gerissen. Muss noch etwas schonen – darf mich aber moderat bewegen … Welch Glück, dass Geduld neben „ganz locker lassen“ meine größte „Stärke“ ist? Liebe Grüße

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