Mehr als 1 Million


Ironisch: mehr als eine Million Menschen (muss mich 24 Stunden später korrigieren: etwa 20 Millionen sinds) haben den Link mit diesem Video bereits auf Facebook gepostet.

Der Inhalt macht nachdenklich: Einsamkeit und Isolation durch Technik. Statt mit Freunden zu sprechen beschäftigen wir uns – mit Handy, iPad, Computer & Co.
Ironisch auch, dass genau das gestern Abend Thema einer lieben Freundin war – vielleicht hilft das Video? Oder macht zumindest noch deutlicher: es liegt an uns, das echte Leben nicht aus den Augen zu lassen. Und das soziale Netzwerk nicht damit zu verwechseln?

8 Kommentare zu „Mehr als 1 Million“

  1. Deswegen werde ich mir nie ein Ei- oder Smartphone zulegen. Ich sehe das jeden Tag mit einem blutenden Herzen, wie vor allem junge Leute an den Schönheiten unserer Stadt, der Natur, der Museen vorbei latschen, und davon nichts, aber auch gar nichts mitbekommen, weil sie auf das leuchtende Stückchen Plastik und Konfliktmineralien in ihren Händen starren…
    Gestern hatte ich eine Diskussion mit einem Museumsbesucher, die nicht sehr freundlich verlief, weil ich ihn fünfmal darauf aufmerksam machte, dass das Handy-Telefonieren in der Residenz untersagt ist. Warum dem so sei, wollte er wissen. Weil der „Hausherr“, die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung das in der Hausordnung festgelegt habe, und ich diesen „Hausherrn“ vertrete, gab ich zur Antwort. Danach wurde ich sehr traurig. Das ist doch Blödsinn ohne Ende, wenn man einen Streit vom Zaun bricht, nur weil man nicht einmal eine Stunde lang ohne Handy auskommen möchte…

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    1. Das ist Blödsinn und ich bedaure die Menschen, die denken, sie könnten nicht ohne, aufrichtig. Immerhin habe ich mehr als 20 Jahre meines Lebens sehr gut ohne das alles gelebt – und irgendwie bin ich froh drum. Wir hatten erst Sonntag abend nette Gespräche darüber, was man früher gemacht hat, wenn man in der Straßenbahn saß: rausgeschaut, Menschen beobachtet, die Gedanken schweifen lassen. Heute? Sitzt jeder und „kommuniziert“ mit seinem Smartphone ….

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  2. Mir ist das Video jetzt auch schon tausend Mal begegnet. Ich glaube aber, es ändert nichts. Die Leute sehen es, denken: ist also bei jedem so und sind zu faul was zu ändern.
    Eine Freundin von mir hat beispielsweise nach dem Video einen Aufruf gestartet, wer mal wieder Lust zum telefonieren hat. Rate mal wie viele Antworten kamen? Keine. Das ist zu viel Aufwand. Die Menschen sind zu bequem um ihre Freundschaften zu pflegen. Das ist meine Erfahrung.
    Aber ich will noch erwähnen, dass ich mit besagter Freundin schon seit längerem regelmäßig telefoniere und es das war schon auch anstrengend, weil ich es schlichtweg nicht mehr gewohnt war. Aber mit der Gewohnheit wirds dann wieder besser!

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    1. Wie schon geschrieben: es ist die Ironie im Detail. Wie mache ich heute etwas publik? Ich poste es – auf youtube, Facebook, im Social Web. Um darauf aufmerksam zu werden muss mein Kommunikations-Ansprechpartner also dort regelmäßig „existieren“. Er sieht, liest, nimmt den Inhalt auf, reflektiert. Vielleicht fühlt er sich angesprochen? Aber dann? Der Aufruf deiner Freundin kam wahrscheinlich im Social Web? Jetzt hat ja jeder gerade das Video angeschaut – also antwortet keiner, weil er sich damit ja outen würde, zu viel Zeit drin zu verbringen …
      Ich hab in der Fastenzeit ja recht konsequent die Abende und Wochenende offline verbracht, das geht. Und war nicht so schlecht. Ich probier das jetzt einfach wo möglich weiter. Und achte insgesamt auf Auszeiten. Mal sehen, wie es sich so auf Dauer anfühlt?

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  3. Ich muss zugeben, dass es bei mir eine Zeit gab, wo ich fast minütlich aufs Handy gestarrt habe. Das hat sich mittlerweile geändert, weil mich Partner und Freund darauf angesprochen haben, ob ich denn süchtig sei. Seitdem habe ich mir viele Gedanken gemacht und mein Smartphone-Verhalten beobachtet und geändert. Es fiel mir teilweise sehr schwer, bestimmte Handlungen abzustellen. Nun bin ich aber wieder soweit, dass ich bewusst Handy-freie Zeiten geschaffen habe (Am Wochenende teilweise komplett abgeschaltet) und ich wieder lieber telefoniere als 50 Nachrichten hin und her zu schreiben. Ob das Video wirklich hilft, bezweifle ich. Die Generationen nach mir, sind ja schon fast mit dem Smartphone in der Hand geboren und kennen es nicht anders bzw. werden es wohl auch nicht anders kennen lernen, somit fehlt ihnen das Bewusstsein, wie es ohne Smartphone sein kann. Verteufeln sollte man es auch nicht, es gibt viele nützliche Apps, die ich gerne als Ergänzung im Alltag benutze.

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    1. Kann dich gut verstehen, es gibt echt nützliche Dinge. Wer zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, kann heute ganz flexibel sein, Uhrzeiten per App erfahren und die richtige Bahn nehmen. Finds aber trotzdem gut, auch mal bewusst offline zu sein. Das fällt nicht immer leicht, aber es hilft schon, sich gegenseitig immer wieder auf das auffällige Verhalten hinzuweisen. Der Suchtfaktor ist einfach riesengroß …

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  4. Was für ein Thema liebe Doris….

    das Video kannte ich auch schon von Facebook 😉

    Ich muss aber auch sagen, sich vollkommen abhängig von der virtuellen Welt zu machen, ist schon echt krass und ich kenne Menschen, die leben nur noch dort !
    Meine Welt findet live statt und ich teile sehr gerne diese reale Welt mit meinen Freunden, die überall auf dem Planeten verteilt sind.

    Eben habe ich über eine Stunde mit einer ganz lieben Freundin telefoniert und ihr das berichtet, was ich nicht im Blog veröffentliche 😉
    Seit ich mein Smartphone habe, nütze ich diese Möglichkeit auch, schnell mal meine mails zu lesen und deshalb bleibt der PC auch immer öfter mal aus.
    Das ist dann für mich Nutzen und Zweck in Partnerschaft und eine gute Alternative….
    was ich am Smartphone besonders mag, ist *WhatsApp* , denn das dient mir oft für schnelle Kommunikation mit meiner Familie 😉

    Aber ich bin eben auch sehr tolerant und denke mir, jeder nach seiner Fasson !

    Liebe Grüsse zu dir und noch einen schönen Abend

    Uschi ❤

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