Abendhimmel-Phänomen


Ich arbeite jetzt seit knapp 2 Monaten am schönen Ammersee – und beobachte hier ein Phänomen, das ich, geboren, aufgewachsen und lebend im Voralpenland, sonst noch nirgendwo so intensiv wahrgenommen geschwiege denn überhaupt bemerkt habe. Vielleicht hat jemand eine Erklärung für mich? Fast täglich zur Dämmerung gibt es für einen kurzen, mittlerweile sehr kostbaren Moment einen Lichtspot auf das Ostufer. Kloster Andechs leuchtet dann regelrecht mythisch auf, erscheint wie ein gleißend weißer Punkt. Das bewaldete Ufer strahlt in vielen Facetten von Rot-, Rosa-, Brauntönen. Aus dem Norden schiebt sich eine Wolkenwand, meist ganz in Grau in Richtung Berge vor. Dazwischen ist bis zur Spitze des – heute mal fast überdeutlich sichtbaren Alpenkamms -fast jede Farbschattierung zu sehen. Das ist kein leuchtend roter Abendhimmel, es ist aber auch kein winziges Farblicht, sondern es bewegt sich irgendwo dazwischen. Blau, Weiß, Rosa, hellblau, Rot, Lila, Pink, Gelb, Grau, Grün. Dabei leuchtet der See in ganz irren Farbschattierungen zwischen Schwarz und Blau und Grün.

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Alles ganz schön schön.

 

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Zum Anschauen.

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Beim Fotografieren lässt es sich leider von meinem Bürofenster aus nicht wirklich einfangen. Ich probiers fast täglich, aber bislang trifft das Resultat nie die Realität, die ich mit meinen leuchtenden Augen bewundere. Schade eigentlich.

Bin wie gesagt über jeden Erklärungsansatz dankbar, denn so richtig finde ich dazu nichts im wörldweiwebb?

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15 Kommentare zu „Abendhimmel-Phänomen“

  1. nu ja… das menschliche Auge hat einen größeren „Dynamikumfang“. Heisst, es kann von ganz hell bis ganz dunkel sehen… eine Kamera „konzentriert“ sich entweder auf die generell helleren oder die dunkleren Bildinformationen.

    Das lässt sich technische durch das sog. „HDR“ (high dynamic range) etwas kompensieren, aber absolut nicht auf dem Niveau unserer Äuglein.

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  2. Also ich kenne das Kloster und ich könnte mir vorstellen, dass das am Stand der Sonne liegt und die hellen Mauern des Klosters das Licht einfach so gut reflektieren zu dieser Jahreszeit.

    Aus welchem Landkreis im Voralpenland kommst du denn genau?

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      1. Das wusste ich gar nicht, dass man hinter München noch zum Voraplenland zählt… bei Hallertau denke ich immer an die Hopfenfelder. Oder? Das ist doch da irgendwo…okay… meine Geopgrapiekenntnisse sind nicht so der Hit 😉

        Übrigens muss ich jetzt ein extra Danke aussprechen, weil ich durch dich inspiriert morgen zum Kloster fahren werde!

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      2. Also, an einem Tag wie heute seh ich von meinen Eltern aus einmal die gesamte Alpenkette, insofern: ist nicht soooo weit Weg 😉 dann wünsch ich dir bei dem Traumwetter heute einen tollen Tag und wunderbare Sicht, viel Spaß!

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