Online versus Offline


Bin ich ein online-affiner Offliner? Oder eher ein offline-bestimmter Onliner? Und warum beschäftigt mich das überhaupt? Gestern abend saß ich mit einer Runde von 5 Mädels um einen Tisch, geplant war ein gemeinsamer Abend, ein persönliches Treffen, gemütlich zusammensitzen, Zeit miteinander verbringen, sich unterhalten, das Miteinander genießen. Offline. Nach einer knappen Stunde saßen wir zu sechst – mehr oder weniger aus eigenem inneren Antrieb – mit Blackberrys, iPhones und sonstigen Smartphones und sind in die Online-Welt eingetaucht … ich hab ziemlich schnell bezahlt und bin nach Hause.

Heute morgen dann eine Beobachtung, die ich in den letzten Wochen immer wieder mache: um mich rum an der Ampel Autofahrer, die die Rot-Phase allesamt nutzen, um ihre Mobilgeräte zu überprüfen. Können Mails tatsächlich nicht warten, bis man im Büro ankommt? Und muss man an jeder roten Ampel stehenbleiben und überprüfen, was Facebook und Twitter gerade hergeben? …

Ich weiß, dass es in den USA bereits vollkommen normal ist, sein Leben über das Smartphone zu steuern. Allerdings ist auch das Rahmenequipment im Auto beispielsweise anders als in Deutschland. Und ich muss ganz ehrlich gestehen: ich genieße meine morgendliche Autofahrt in die Arbeit, ganz bewusst mit meiner Musik, meinem Radiosender und allein. Weil das Ich-Zeit ist. Genauso gibts Wir-Zeit, die ich auch gerne verbringe – aber nicht so wie gestern abend, da waren zu viele Menschen über Mails, Facebook, Twitter, WhatssApp und Co dabei, die ich gar nicht kenne –

Also wahrscheinlich bin ich ein online-affiner Offliner? Online, wenn ich Lust dazu habe. Aber mit deutliche größerem Hang zum Offline sein, wann irgend möglich? Das ist zumidnest der Ist-Zustand – ich stelle mir ja wirklich oft die Frage, ob meine Patenkinder, wenn sie ins Alter kommen, sich mit solchen Gedanken zu beschäftigen, überhaupt noch wissen, was ein Offliner ist ….?

6 Kommentare zu „Online versus Offline“

  1. Ich weiß schon, warum ich keinen Internetvertrag für mein Handy habe… aber mal ehrlich: auf Dauer gehen einem diese Onliner doch aufm Geist! Geschichten könnte ich da jeden TAg erzählen…

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    1. Die Situation heute morgen im Auto fand ich fast erschreckend: um mich rum mindestens 4 Autos, und jeder Fahrer tippselt auf seinem Smartphone rum. Andererseits hat es manchmal auch seine Vorteile … ich sag ja: online-affin, aber im Grunde meines Herzens eben doch Offliner 🙂

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  2. Wenn ich unterwegs bin, egal, ob beruflich oder privat, oder aber auch in der Arbeit – es sei denn, es handelt sich um etwas sehr Dringliches – dann bin ich zu hundert Prozent offline. 😉 Höchstens auf langen Zug- oder Busfahrten kommt mein Tablet-PC mit, zum Lesen herunter geladener Bücher, denn zum Surfen, Chatten, Mailen etc. kann man dieses Teil kaum nutzen, wenn ich da online gehe, könnte ich das Teil nach wenigen Minuten schon voller Ärger in die Tonne treten. 😉

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  3. Hm, also, ich mag ja Technik, ich mag auch mein Smartphone, wenn ich z.B. gucken kann, ob ich schon Kommentare für meinen neuen Blogartikel habe und ich sie unterwegs freischalten kann.

    Aber wenn ich mit echten 🙂 Menschen zusammensitze, dann brauche ich mein Smartphone nicht. Meistens bleibt es dann in der Tasche. Es ist doch schön, sich zu unterhalten.
    Vielleicht können sich einige schon nicht mehr real unterhalten. Nur noch in Kurzsprache per Smartphone oder so. Gestern erst hat jemand zu mir gesagt, dass die Menschen das sprechen verlernen, weil sie nur noch emailen und Whats-Appen. Scheint was Wahres dran zu sein.

    Im Auto an der Ampel würde ich Hauptsächlich dann einen Blick aufs Smartphone werfen, wenn ich verliebt wäre und auf eine SMS oder Ähnliches hoffe. 😉 Aber das ist ja ein Ausnahmezustand. Kommt bei mir nicht vor, da ich längst verheiratet bin. Wir können ganz real miteinander reden und uns ganz real Küsschen geben, das ist viel schöner. 😉

    Nachdenkliche Grüße,
    Martina, die vermutlich auch nach Hause gegangen wäre oder auf den Tisch gekloppt hätte 🙂

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